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DER TOD
Tod (Medizin)
Der Tod im medizinischen Sinne bezeichnet das Ende des Lebens eines Individuums, med. beschrieben als irreversibler Funktionsverlust des Atmungs-, Kreislauf- und Zentralnervensystems.
Durch Wiederbelebungstechniken und durch die intensive Betreuung von Menschen im Koma bzw. Hirntod sind viele Fragestellungen aufgetaucht, welche die Medizinethik betreffen. Dies betrifft etwa die Überlegung, wie „tot“ ein Mensch sein muss, um ihm Organe zu entnehmen oder wo sein Recht auf Selbstbestimmung aufhört. Die geschilderte Problematik entstand aus der prinzipiellen Umkehrbarkeit des klinischen Todes, worauf man die Grenze zwischen Leben und Tod in die Richtung des Hirntodes verschieben musste.
Phasen
Der Eintritt des Todes verläuft in folgenden Phasen:
1. Klinischer Tod
völliger Kreislaufstillstand (Fehlen von Puls, Herzaktion und Atmung)
maximale Pupillenerweiterung
zyanotische Verfärbung von Haut u. Schleimhäuten
Aufhebung jeder Großhirnaktivität
Der klinische Tod ist für einige Minuten durch Reanimation potentiell reversibel (Wiederbelebungszeit). Danach führt der durch den Kreislaufstillstand hervorgerufenen Sauerstoffmangel (Hypoxie in den Geweben des Körpers) unweigerlich zu irreversiblen Schäden.
Durch Unterkühlung des Körpers (Hypothermie) erhöhen sich die Chancen, den klinischen Tod ohne Schäden am Gehirn zu überstehen. Dies wird zum Teil in der Intensivmedizin und bei gewissen chirurgischen Eingriffen ausgenutzt.
2. Hirntod
Der Hirntod ist definiert durch den irreversiblen Funktionsverlust von Großhirn und Hirnstamm. Er ist der Individualtod des Menschen.
3. Biologischer Tod
Der Tod im biologischen Sinn ist das Ende aller Organ- und Zellfunktionen. Gewisse Zellen des Menschen - zum Beispiel Muskelzellen, die bei körperlicher Ruhe sowieso schlecht mit Sauerstoff versorgt sind - können durchaus noch Stunden nach dem klinischen Tod weiterleben.
Der Tod als biologischer Mechanismus
Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und auch schon der Alterung – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen selbstständig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die sich nach der erfolgreichen Weitergabe des Erbguts einstellen, haben keine direkte Wirkung auf seine Veränderung, also weder eine fördernde noch eine hemmende Wirkung. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind. Dazu zählen auch Erbkrankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter ausbrechen, wie z. B. die Nervenkrankheit Chorea Huntington. Dieser „genetische Müll“ verursache, so die Theorie, den Alterstod. Dass der Alterstod nicht zwangsläufig sein muss, zeigen Experimente mit bestimmten Seegurken-Arten: Diese konnten über Jahrzehnte am Leben erhalten werden, ohne dass Alterungserscheinungen auftraten. Voraussetzung für die völlige Aussetzung der Selektion ist, dass es ein Alter gibt, ab dem eine Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Bei Lebewesen, die sich durch Knospung vermehren, ist dies oft nicht gegeben. Diese sollten also nach dieser Theorie potentiell unsterblich sein.
Zwei Faktoren können jedoch auch nach der Erbgutweitergabe einen Selektionsdruck auf Gene bewirken, die sich auf den Todeszeitpunkt auswirken: Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen, und ein Tod der Eltern während dieser Zeit verhindert das Fortbestehen des Erbgutes. Andererseits führt ein zu langes Weiterleben nach der Fortpflanzung zu höherem Druck für die Nachkommen wegen Platz- und Ressourcenmangel. Weiterhin führt zu langsamer Generationswechsel zur langsamen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und dient nicht der Arterhaltung. In dieser Hinsicht ist der Tod also nützlich und notwendig (für die Art).
Todesursachen
Hauptartikel: Todesursache
Todesursachen werden in der Medizin im Fachgebiet Epidemiologie behandelt. Es gibt häufige und seltene und es gibt geschlechtsspezifische Todesursachen beim Menschen. Die Morbidität drückt die Wahrscheinlichkeit an einer Krankheit zu sterben in Zahlen oder Wahrscheinlichkeiten aus.
Im engeren Sinne unterscheidet man beim Eintritt des Todes einerseits konkret fassbare Ursachen, andererseits werden aus den jeweiligen Umständen des Todes einer Person abgeleitete, psychogene Faktoren diskutiert, die als Ursache des Todes in Erscheinung treten sollen.
Zu den natürlichen Todesursachen zählen Krankheiten und das Versagen von Körperfunktionen, zu den nicht natürlichen Todesursachen rechnet man u. a. Unfälle, Verbrechen, Krieg, Vergiftungen oder Suizide.
Der Begriff des psychogenen Todes beschreibt Vermutungen, wie der Tod aus der „Tätigkeit der Psyche heraus“ eintreten könnte. Der psychogene Tod soll etwa in Zusammenhang mit Voodoo als Folge von Verzauberung, Verfluchung, Suggestion, Prophezeiung, schwarzer Magie oder Beten beobachtet worden sein. Man geht auch bei Todesfällen nach Brechen von abergläubischen und religiösen Tabus oder bei Verzweiflung, Hilf- und Hoffnungslosigkeit oder Heimweh im Rahmen des „Heimweh-Tods“ von psychogenen Ursachen beim Todeseintritt aus.
Der Übergang vom Leben zum Tod
Der Übergang vom Leben zum Tod heißt Sterben, Sterbevorgang.
Sterbephase
Elisabeth Kübler-Ross wollte bei ihren Beobachtungen im Krankenhaus erkannt haben, dass der Sterbeprozess unheilbar Kranker in unserer modernen Kultur meist in fünf Phasen abläuft. Dies kann natürlich nicht die Personen betreffen, die langsam in einem bewusstlosen Zustand oder Koma sterben oder die ausgeprägt demenzkrank sind. In der Regel durchlaufen die Betroffenen nach Kübler-Ross die Zustände:
Nicht-wahrhaben-wollen und Isolierung
Zorn
Verhandeln
Depression (nicht identisch mit der psych. Krankheit)
Zustimmung
Die genaue Grenze zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Dies ist aber in aller Regel Aufgabe eines Arztes. Je weiter man von der Grenzzone zwischen beidem entfernt ist, desto klarer scheint der Unterschied zwischen Leben und Tod, je näher man an der Grenze ist, desto unschärfer wird sie: So können Lebewesen, die bereits einen Herzstillstand haben, manchmal erfolgreich wiederbelebt werden. Ebenfalls können einzelne Zellen und Gewebe während des so genannten intermediären Lebens noch viele Stunden nach eingetretenem Hirntod auf äußere Einflüsse reagieren. Als unsichere Todeszeichen gelten unter anderem:
fehlende Atmung
fehlender Puls
fehlender Herzschlag
Bewusstlosigkeit
Unterkühlung, für das auch als Leichenkälte bezeichnete Todeszeichen siehe Algor mortis
komplette Lähmung aller Muskeln
fehlender Pupillenreflex (vgl. Areflexie)
Trübung der Hornhaut
Für eine Organentnahme zur Organtransplantation wird der Tod über den Hirntod definiert. Zur Feststellung des endgültigen Todes dienen die sicheren Todeszeichen. Im allgemeinen reichen die folgenden sicheren Todeszeichen dazu aus:
Totenstarre (Rigor mortis, Leichenstarre)
Verwesung (Autolyse) oder Fäulnis
Totenflecken (Livores)
Verletzungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind (z. B. Enthauptung)
Todeszeitpunkt
Zur Feststellung des Todeszeitpunktes werden verschiedene Methoden angewandt. So geben die Beurteilung der Totenstarre und der Leichenflecken grobe Richtwerte (Beginn der Totenstarre nach 2–4 Stunden, volle Ausprägung nach 6–8 Stunden, Lösung nach 2–3 Tagen). Als eine der genauesten Methoden gilt die Bestimmung der Körperkerntemperatur, die unter Berücksichtigung der Außentemperatur, des Körpergewichtes und den Auffindungsumständen zur Berechnung der Abkühlungszeit benutzt werden. Ebenfalls zur Ermittlung der Todeszeit werden Insektenlarven beurteilt. Daraus hat sich eine eigene Forschungsrichtung der Rechtsmedizin entwickelt: die forensische Entomologie.
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Sex mit Männern: So geht's! Vorwort
Sie wollen endlich herausfinden, ob es mit ihm auch im Bett so nett ist wie im Gespräch? Aber niemand hat Ihnen je gesagt, was Männer wirklich wollen? Dem lässt sich abhelfen. Studieren Sie aufmerksam die folgende Gebrauchsanweisung und lernen Sie die Grundregeln guten Geschlechtsverkehrs. Denn nur bei sachgerechter Bedienung werden Sie an Ihrem Neuen lange Freude haben
Die Grundlagen: 1. Seine Wünsche:
Wenn Männer Sex haben wollen, wollen sie nicht Nähe, nicht Kuscheln und auch nicht Innigkeit. Sondern: Sex.
2. Seine Gefühle:
Beim Sex möchte er sich sicher und entspannt fühlen. Das Telefon soll nicht läuten, der Krieg nicht ausbrechen und das Gespräch über die gemeinsame Zukunft weiter verschoben werden. Das bedeutet nicht, dass er Sie nicht liebt. Doch für Liebe bleibt immer noch genügend Zeit. Für Sex nicht unbedingt.
3. Sein Körper:
Gewiss bereitet es ihm Vergnügen, wenn Sie ihm liebevoll den Hintern tätscheln, verspielt in seinem Brusthaar kraulen, zärtlich sein Schlüsselbein erkunden. Aber man kann es auch übertreiben.
Praxis
1. Anbahnung
Die Grundregeln guten Geschlechtsverkehrs
Männer sind durchaus dankbar, gibt man ihnen zu verstehen, dass man sich mehr vorstellen könnte als gemeinsame Restaurantbesuche. Sie müssen es nicht aussprechen, aber Sie sollten es signalisieren: lockere Gespräche, einladendes Lächeln, unkeusche Blicke, Sie wissen doch, wie das geht.
Häufige Fehler:
- Die Schlampen-Panik ("Wenn ich ihm sage, dass ich mit ihm schlafen will, respektiert er mich nicht mehr") Oh doch!
- Die Hinhaltetaktik ("Wenn ich ihn noch ein Vierteljahr zappeln lasse, verzehrt er sich umso mehr nach mir") Oh nein!
- Die Kalte-Schulter-Strategie ("So weit kommt's noch, dass ich ihm Zeichen gebe. Er soll ruhig um mich kämpfen!") Wieso eigentlich?
2. Ausziehen
Sie brauchen sich keine besondere Mühe mit der Inszenierung zu geben, nüchterne Sachlichkeit reicht. Ihr Outfit sollte der Absicht entsprechen. Winterliche Wollschlüpfer, verwaschene Slips oder Still-BHs sind underdressed, kompliziert verhakte Korsetts, Latex
oder Slips ouverts overdressed. Die bewährte Fick-mich-Unterwäsche, die Sie auch sonst immer bei den Dates tragen, nach denen es passieren soll, genügt. Slipeinlagen oder fröhlich baumelnde Ausziehfädchen sollten seinen Blicken verborgen bleiben; auch bei Männern kann sich erotische Spannung jäh verabschieden. Wenn er schließlich nackig ist, sollten Sie seinen Körper zunächst eher beiläufig in Augenschein nehmen. Nicht jeder Penis verträgt glockenhelles Gelächter.
Häufige Fehler:
- Wampe einziehen, Licht stockdunkel dimmen, Titten verstecken, Cellu tarnen: Er will poppen, nicht seine Freizeit mit einer Schisserin vergeuden.
- Striptease-Vorführungen: Lassen Sie sich doch für RTL2 casten.
- Enttäuschung zeigen: Soll er denn Ihre Speckrollen doch noch kommentieren?
3. Kommunizieren beim Sex
Reden, lachen, stöhnen sind in Ordnung; labern, gackern und das Haus zusammenbrüllen lassen zuverlässig seine Erektion schrumpfen. Und was immer Sie vermutet haben: Männer gucken Pornos nicht, weil ihnen die Dialoge gefallen, sondern weil die Handlung sie interessiert. Ihre Performance im Bett sollte partnerschaftlich sein. Sex ist etwas für zwei Menschen, nicht für einen Mann und ein Brett. Also wäre es nett, gäben Sie dem Herrn, der in Ihnen steckt, das Gefühl, dass Sie anwesend sind.
Häufige Fehler:
- Grundstellung einnehmen, Augen schließen: Warum haben Sie überhaupt angefangen?
- Sich auf ihn stürzen: Nie etwas von Timing gehört?
- "Tiefer! Fick mich! Du machst mich so geil!" – Geht’s noch?
- "Kannst du mich bitte ganz doll festhalten, ich liebe dich so, ich habe dich immer geliebt, liebst du mich auch?" – Geht’s noch?
4. Vorspiel
Ein wenig Rummachen zum näheren Kennenlernen finden auch Männer schön. Knutschen, Ihre Brüste über seine Brust glitschen lassen, dreckige Dinge in sein Ohr hauchen: sehr willkommen. Sie sollten davon ausgehen, dass er keine süße Muschikatze ist und es lieber hat, mit forderndem Nachdruck berührt zu werden als mit ängstlicher Zärtlichkeit. Und es nervt außerordentlich, wenn Sie bei Ihren Expeditionen alles unterhalb der Gürtellinie weitflächig umstreicheln.
Häufige Fehler:
- Mit Ihren tollen langen blonden Haaren, mit Ihren hinreißend geschwungenen Wimpern, mit Ihren sensiblen Fingerkuppen sanft seinen ganzen Körper erforschen ("Fass endlich meinen Schwanz an!").
- Ihre französisch manikürten Fingernägel herzhaft in seinen Rücken krallen, weil Sie doch eine so leidenschaftliche Liebhaberin sind ("Wie komm ich bloß von dieser Irren weg?").
5. Genitalien
Falls Sie vor Penissen Angst oder Abscheu empfinden, sollten Sie Sex mit Männern meiden, hat ja keiner was von. Ein Schwanz will mit Vergnügen, Absicht und Interesse, nicht nebenbei berührt werden. Einige Faustregeln: gequetschte Hoden sind aua, stakkatohaftes Gerubbel sorgt für Verstimmung, Variationen machen auf angenehme Weise wahnsinnig. Falls Sie ihn gern betteln hören, genügt es, ihn ein Dutzend mal bis grausam knapp vor die Ejakulation zu stimulieren.
Häufige Fehler:
- Nicht oder zu sanft anfassen.
- Mit Herablassung anfassen.
- Gelangweilt anfassen.
- Über die Eichel schrabbeln, an den Hodensäcken ziehen, wie eine Besengte rumreiben.
- Die kantigen Modeschmuckringe vorher nicht abnehmen.
6. Soll ich? ("Blasen")
Formen Sie mit den Lippen eine nette kleine Manschette, nehmen Sie beherzt seinen Penis in den Mund und machen Sie, was logisch erscheint. Sie können Ihre Aktivitäten mit den Händen unterstützen, mit den Zähnen sollten Sie sich zurückhalten. Ob Sie schlucken oder spucken, ist Ihre Sache. Andererseits ist Sperma nicht ekliger als Lipgloss, Karamellsirup oder Sprühsahne.
Häufige Fehler:
- Das-mach-ich-nur-dir-zuliebe-Gesichtsausdruck.
- Warum-hast-du-mich-nicht-gewarnt-Gesichtsausdruck.
- Würgegeräusche.
7. Liebe machen ("Ficken")
Wie Sie Ihre Genitalien miteinander verstöpseln, ist egal, Hauptsache, dass. Bei Stellungen, bei denen Sie Tempo und Intensität bestimmen (Cowgirl, Reverse Cowgirl usw.), haben Sie möglicherweise mehr Spaß bei jenen Herren, die sich nicht zurückhalten können.
Häufige Fehler:
- Teilnahmslosigkeit.
- Kopf herumwerfen. Zappeln. Laut schreien. Leise wimmern. Manisch glotzen.
- "Noch eine Minute, nur noch eine Minute …"
- "Kann es sein, dass ich den Herd nicht abgeschaltet habe?"
8. Perverser Schweinkram
Männer sind ein entdeckerisches Geschlecht und probieren gern alles Mögliche aus: Fesseln, gefesselt werden, Ihre beste Freundin dazubitten, Sie in Overknee-Stiefeln nageln. Einiges davon ist nett, manches höchst albern (aber das weiß man oft erst hinterher). Wobei Sie mitmachen, müssen Sie selbst entscheiden, Sie sollten sich nicht unter Druck setzen lassen. Andererseits gibt es auf dieser Welt den einen oder anderen Trick, der großartige, hochgradig verwirrende Orgasmen bewirkt. Falls Sie an einer Vorführung Interesse haben, rufen Sie unseren Herrn Praschl an.
Häufige Fehler:
- "Echt nicht!"
- "So weit kommt’s noch!"
- "Was denkst du von mir!"
- "Hat das diese Tussi mit dir immer gemacht?"
9. Orgasmus
Wenn Sie lange genug seine von Gott vorgesehenen Körperteile stimulieren, wird er kommen. Für Männer ist das kein Problem, also müssen wir darüber nicht reden. Falls es anderswo als in Ihrer Vagina, Ihrem Mund oder anderen interessanten Körperöffnungen
geschieht, haben Sie ein Problem mit seinem klebrigen Schmodder. Schwarze Satinbettwäsche ist keine so tolle Idee.
Häufige Fehler:
- "Na endlich!"
- "Konntest du nicht warten?"
- "Toll war das aber nicht …"
10. Hinterher
Wie immer es für Sie war: Jetzt ist nicht die Zeit für Kuschelorgien oder Ihre private Agenda 2010. Vermutlich wird er eine der folgenden Aktivitäten vorziehen: eine Zigarette rauchen, zum Kühlschrank marschieren, Pipi machen. Gönnen Sie ihm ein paar Minuten Regeneration und verschieben Sie den emotionalen Kram auf später. Oder fangen Sie wieder von vorn an. Falls er einschläft, liegt es meist daran, dass er sich entspannt fühlt und keine verheißungsvolle Alternative geboten bekommt. Dem ließe sich abhelfen.
Häufige Fehler:
- Findest-du-nicht?-Sätze.
- Was-ich-immer-schon-mal-sagen-wollte-Sätze.
- Hast-du-dir-nie-darüber-Gedanken-gemacht?-Sätze.
Häufige Probleme
1. Vorzeitige Ejakulation:
Er kommt, ehe Sie auch nur in die Nähe Ihres eigenen Orgasmus gelangen. Kann an ihm (fünf Minuten), aber auch an Ihnen (fünf Stunden) liegen.
Die Lösung: Noch einmal von vorn anfangen. Falls es chronisch wird: Therapie für ihn. Oder einen suchen, der sich mehr Zeit lässt für Sie.
Keine Lösung:
"Macht doch nichts."
"So wichtig ist mir das auch wieder nicht."
"Echt? So scharf mache ich dich?"
2. Impotenz:
Er bekommt keinen hoch. Passiert schon mal: zu viel Stress, Aufregung, keinen Bock, der Chef hat ihn auf der Abschussliste.
Die Lösung: Darüber schmunzelnd hinwegsehen. Falls es chronisch wird: ihn zum Arzt und/oder zur Therapie schicken. Oder einen Mann mit Erektionen suchen.
Keine Lösung:
"Mach dir nichts draus!"
"Es liegt an mir, oder?"
"Hast du eine Geliebte?"
"Eins sag ich dir: Wenn du beim nächsten Mal auch wieder keinen Ständer hast, such ich mir einen anderen."
3. Langeweile:
Sie wissen genau, dass er zuerst zwölf Sekunden lang mit Ihrem linken Nippel spielen wird, ehe er mit seiner rechten Hand den Bauch hinuntertastet, wo sie 30 Sekunden lang bleibt, um dann …
Die Lösung: Sie sagen ihm, was Ihnen nicht passt, dass er sich gefälligst anstrengen soll, dass Sie keine Böcke auf diese Ödnis haben. Wenn er okay ist, wird er sich verändern. Wenn er nicht okay ist, schießen Sie ihn ab.
Keine Lösung:
"Na ja, so ist es eben immer in Beziehungen."
"Wahrscheinlich bin ich auch langweilig."
"Okay, ich lass ihn zweimal pro Woche rüber, dann gibt er wenigstens Frieden."
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Gothic
Mit Gothic (Anglizismus: engl. gothic "Gotik"; "düster, unheilvoll", v. ital. gotico fremdartig, barbarisch) werden bezeichnet: * Gothic (Musik) - ein Oberbegriff verschiedener Musikstile* Gothic (Kultur) - eine kulturelle Szene*
Die Gothic-Szene ist eine Subkultur, die aus dem Umfeld des Punk- und New Wave hervorging. Sie ist Hauptbestandteil der sogenannten Schwarzen Szene und untrennbar mit der Gothic-Musik verbunden.
Die Gothic-Kultur ist eine vielseitige Subkultur, die ab Anfang der 1980er Jahre stufenweise aus dem Punk- und New-Wave-Umfeld hervor ging und sich aus mehreren Splitterkulturen zusammensetzt. Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der Dark-Wave-Bewegung und bildet gegenwärtig den Hauptbestandteil der so genannten Schwarzen Szene.
Die Anhänger der Gothic-Kultur werden länderübergreifend als Goths bezeichnet, obgleich diese Bezeichnung innerhalb der Szene eher selten Anwendung findet bzw. bei vielen Szene-Anhängern gar auf Ablehnung stößt und häufig hinterfragt wird. Gründe hierfür finden sich insbesondere in der Wahrung der eigenen Individualität.

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Fliegen
Ich wache auf ,das Zimmer kalt, die Nacht erfüllt von eisiger Dunkelheit.Ergriffen von steinigendem Schmerz öffne ich das Fenster.Ich weiss jetzt,da draussen,da,ganz tief unten wartet die Erlösung.Ich stehe auf dem harten Stein der Fensterbank,der kalte Wind peitscht mir auf die nackte Haut!Ich möchte fliegen,ich öffne meinen Geist,gleich bin ich da,der freie Fall erlöst mich von den irdischen Qualen.Ich schreie,tiefes Glück erfüllt meine Adern.Ich fliege und kann den dunklen Asphalt der Strasse schon sehen,ich schliesse meine Augen um noch ein letztes mal den Schmerz in mir zu spüren,jetzt ist alles still,ich bin gegangen und es war der richtige Weg.Leise schleicht sich meine dunkle Seele davon,zurück bleibt nur meine gequälte Hülle eines düsteren Daseins.Ich bin Tod!Endlich...@Gräfin Westei
Nächtlicher Sprung ins Nichts
Ein Mann mittleren Alters und durchschnittlichen Aussehens verliert sein Gleichgewicht im Leben, nachdem ihn seine Frau verlassen hat. Eine Geschichte, die schon oft erzählt wurde, doch noch nie zuvor fand eine Reise in das Innere des Verstandes statt. Das Zerwürfnis mit sich selbst und den Ängsten, die hinter dem Alltagsleben lauern: Tod, Selbstzweifel und sexuelle Frustration, bilden mit dem Reisenden eine Einheit. Eine Gedankenwelt, die ebenso unwirklich ist wie die Wirklichkeit, in der ein Satz mit Anfang und Ende ebenso unmöglich sein kann. Die innere Welt bricht zusammen und wird gleichzeitig neu erschaffen. Neben den kurzen Nebengeschichten, die aus Phantasie und Realität vermengt, teilweise grotesk und manchmal philosophisch sind, bildet sich allmählich ein Defekt im Inneren des Mannes. Ein Defekt, der scheinbar schon zuvor latent vorhanden war. Denn nur wer zu starken Liebesgefühlen fähig ist, kann auch ebenso abgrundtiefen Hass empfinden. Der Gedanke an Mord reift in ihm heran und schließlich der Wille diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Doch am Ende kommt alles ganz anders.
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Serienmörder&Massenmörder
Mit dieser Darstellung sollen weder die Taten von Serienmördern und Massenmördern verharmlost werden - noch soll sie Gewaltverherrlichung dargestellt werden. Es dient einzig und allein der reinen Information. Die Kriminalgeschichte ist nur die Geschichte der Täter. Ihre Namen werden überliefert, die Opfer dagegen bleiben namenlos. Sie wurden ermordet, gefoltert, geschändet, verbrannt. Das Gedächtnis der Nachwelt ist seltsam, Opfer haben darin einfach keinen Platz. Ihrem Andenken ist dieser kleine Auszug gewidmet!
Erläuterung zum Serienmörder!
Mit Serienmord werden meistens mehrere Morde durch eine einzelne Person in zeitlichem Abstand voneinander bezeichnet. Oft kann eine sexuell lustorientierte Bedeutung in diese Tötungen hineininterpretiert werden. Es handelt sich dabei oft um in sadistischer Weise verübte Taten, die eine für den jeweiligen Täter spezifische Signatur aufweisen.
Ted Bundy
Theodor Robert Bundy
Theodore Robert Bundy wurde am 24.November 1946 als Theodore Robert Cowell im Heim für unverheiratete Mütter in Burlington/Vermont geboren. Anschließend kehrte die 22jährige Eleanor Louise Cowell mit dem Baby zu ihren Eltern nach Philadelphia zurück. Seinen leiblichen Vater sollte Ted nie persönlich kennen lernen. Da im damals erzkonserativen Amerika junge unverheiratete Mütter regelrecht als "Aussatz der Gesellschaft" behandelt wurden, ließ man den kleine Ted in den Glauben, dass die Großeltern seine Eltern und die Mutter seine ältere Schwester sei. Im Alter von 4 Jahren zog Ted mit seiner "Schwester" (Mutter) zu Verwandten nach Tacoma/Washington. Ein Jahr später, am 19.Mai 1951, heiratete Eleanor Cowell den Armeekoch John Culpepper Bundy und Ted bekam den Namen, durch den er in die Analen der Geschichte einging. Bundy wurde später der populärste Mörder seiner Zeit, was wahrscheinlich an seinem guten Aussehen und seiner Redegewandtheit lag. Schätzungen zufolge hat Bundy in mehreren Staaten zwischen 35 und 60 junge Frauen ermordet. Bei der Wahl seiner Opfer sprang er auf besondere Schlüsselreize an: Die Frauen mussten lange, dunkle und in der Mitte gescheitelte Haare tragen. Die Medien zeichneten von dem intelligenten Ex-Studenten der Rechtswissenschaften das Bild eines "Mr. Nice Guy". In Wirklichkeit war Ted Bundy alles andere als der Rudolph Valentino der Serienmörder. Er war brutal, sadistisch und pervers. Sein letztes Opfer, ein zwölfjähriges Mädchen, tötete er indem er ihren Kopf in den Schlamm presste. Dank seiner Redegewandtheit fiel es ihm nicht schwer, Mädchen und junge Frauen an einen abseits gelegenen Ort zu locken. Dort schlug er sie mit einem Brecheisen, das er unter dem Arm oder im Wagen verborgen hatte, nieder. An den bewusstlosen oder halb betäubten Opfern verging er sich auf grausamste Weise. Seine bevorzugte Methode war die anale Vergewaltigung. Danach erwürgte oder erschlug er seine Opfer. Ihre Leichen transportierte er oft über Hunderte von Meilen ehe er sie irgendwo liegen ließ, zerstückelte er sie. Oft kehrte er Tage nach dem Verbrechen zu den Toten zurück und befriedigte sich an den herumliegenden Körperteilen, indem er beispielsweise in den Mund des vom Rumpf abgetrennten Kopfes ejakulierte. Einige der abgeschnittenen Köpfe nahm er dafür auch mit nach Hause. Seine ersten Bluttaten beging Bundy 1973 in Seattle. Er tötete 7 Frauen in sieben Monaten. Nach diesen Morden war ihm die Polizei auf den Fersen, doch er zog weiter in südöstlicher Richtung nach Utah. In Salt Lake City mordete er weiter, bevor er nach Colorado zog. Eine Spur von Toten säumte seinen Weg, auf dem er wenigstens 5 Opfer fand. In Colorado wurde er 1976 gefasst. Im Januar 1977 wurde er dort wegen Mordes angeklagt. Bundy wollte sich selbst verteidigen und dies gestattete ihm Zugang zu der Juristischen Bibliothek. Dort wurde er für einen Moment alleingelassen und entkam. Er wurde wieder verhaftet, und erneut gelang ihm im Dezember 1977 die Flucht, diesmal aus dem Gefängnis. Er zog weiter nach Tallahassee/Florida. Dort stieg er in das Haus der Chi-Omega-Studentenverbindung der Florida State University ein und ermordete 2 Frauen. Er konnte flüchten und mordete erneut. Sein letztes Opfer war ein 12jährige Schülerin, welche er vor ihrer Schule kidnappte, und nachdem er sie vergewaltigt hatte, auch ermordete. Im Februar 1978 konnte Bundy bei einer Verkehrskontrolle gefasst werden. Im Gefängnis gestand er später an die 100 Morde. Ihm konnte nun endlich der Prozess gemacht werden. Bundy wurde letztendlich durch Bisswunden am Gesäß eines Mordopfers überführt, und zum Tode verurteilt. Kurz vor seiner Hinrichtung gestand Bundy der Polizei zahlreiche weitere Morde, in der vergeblichen Hoffnung dadurch einen weiteren Aufschub der Todesstrafe zu erreichen. In der Nacht vor seiner Hinrichtung gestand er in einem Fernsehinterview, daß der Konsum von Pornographie die Ursache für seine Taten wäre. Ted Bundy wurde am Morgen des 24 Januar 1989 auf dem elektrischen Stuhl für die 3 Morde in Florida hingerichtet. Die identifizierten Opfer von Ted Bundy: Jolly, Rita Lorraine - Juni, 1973 Hollar, Vicki Lynn - August, 1973 Devine, Katherine Merry 25 November., 1973 Healy, Lynda Ann - 31 Januar, 1974 Manson, Donna - 12 März , 1974 Rancourt, Susan - 17 April , 1974 Parks, Roberta Kathleen - 6 Mai, 1974 Ball, Brenda Carol - 1 Juni, 1974 Hawkins, Georgeann - 10 Juni, 1974 Ott, Janice - 14 Juli , 1974 Naslund, Denise - 14 Juli, 1974 Smith, Melissa - 18 Oktober, 1974 Aime, Laura - 31 Oktober, 1974 Wilcox, Nancy - 3 Oktober, 1974 Kent, Debbi - 8 November, 1974 Curtis, Sue - 28 Juni, 1975 Baird, Nancy - 4 Juli, 1975 Smith, Debbie - Februar, 1976 Campbell, Caryn - 12 Januar, 1975 Cunningham, Julie - 15 März, 1975 Oliverson, Denise - 6 April , 1975 Cooley, Melanie - 1 Juli, 1975 Bowman, Margaret - 14 Januar, 1978 Levy, Lisa - 14 Januar, 1978 Leach, Kimberly - 9 Februar, 1978
Das ist ein Foto von einem Opfer dieses kranken Mörders
John Wayn Gacy
Gacy vergewaltigte, folterte und tötete 33 Jugendliche in seinem Haus in Des Plaines, einem Vorort von Chicago. Gacy brachte seine Opfer mehrfach an den Rand des Todes, zögerte aber den Mord hinaus, um sich an ihren Qualen während der Vergewaltigung zu weiden. Er vergrub die Leichen unter seinem Haus, in der Garage und im Garten oder warf sie in einen nahe liegenden Fluss. Trotz des Übelkeit erregenden Verwesungsgeruchs im Haus schien sich weder seine Frau, noch die Nachbarn Gedanken zu machen. Gacy war bei seiner Verhaftung ein untersetzter Mann von 36 Jahren mit Doppelkinn und Schnauzer. Sein Bauunternehmen, das sich auf Innenarchitektur und Reparaturarbeiten spezialisiert hatte, genoss einen guten Ruf. Auch als Lokalpolitiker hatte sich Gacy schon versucht. Er hatte sogar einen Umzug mit Rosalynn Carter, der damaligen First Lady, veranstaltet. Bei Wohltätigkeitsveranstaltungen hatte er gerne für die Kinder den Clown gespielt. Der Sohn von Einwandern ( seine Eltern stammten aus Polen und Dänemark ) wuchs in einem Haus auf, in dem streng auf Disziplin geachtet wurde. Sein Vater war Alkoholiker und terrorisierte oft die ganze Familie. 1968 war Gacy in Iowa wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Aufgrund guter Führung hatte man ihn jedoch schon nach zwei Jahren auf Bewährung entlassen. Mitte 1972 war er wegen Körperverletzung vorübergehend im Gefängnis. Er hatte einen jungen Mann verprügelt. Das Verfahren verlief jedoch im Sand, weil dieser nicht vor Gericht erschien. Gacy wurde daraufhin wieder freigelassen. Angefangen hatte die Mordserie Gacys im Januar 1972. Als im Februar 1976 seine zweite Frau mit der Familie auszog, eskalierten die Morde. Jeden Monat brachte Gacy im Schnitt einen Mann um. Am 11 Dezember 1978 wurde der fünfzehnjährige Robert Piest als vermisst gemeldet. Piest wollte zu dem Bauunternehmer Gacy, der ihn einen Job in Aussicht gestellt hatte. Gacy stritt ab, Piest je getroffen zu haben. Die Polizei ließ Gacy jedoch offen beschatten, vernahm seine Freunde, Geschäftspartner und Bekannten und durchsuchte schließlich Gacys Haus. Gacy gestand daraufhin, dass unter dem Betonboden der Garage die Leiche eines homosexuellen Freundes lag. Er hätte ihn 1972 in Notwehr getötet und später dort vergraben. Im Haus selbst wurde unter einer Falltür ein Hohlraum entdeckt, in dem 3 halb verweste Leichen und Körperbestandteile anderer Toter lagen. Gacy gestand daraufhin den Mord an Piest und weiteren Männern. 29 Leichen hatte er unter seinem Haus verscharrt und mit Beton übergroßen. Insgesamt wurden 33 Opfer gefunden, 4 weitere hatte Gacy in den Fluss Des Plaines River geworfen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Gacy noch weitere Morde beging, während er sich auf Dienstreisen durch die USA befand. Im Gefängnis deutete er solche Morde an, gestand sie jedoch nicht, um der Todesstrafe zu entgehen. Vor Gericht versuchten Gacys Anwälte eine schlimme Form der Persönlichkeitsspaltung geltend zu machen. Nicht Gacy hätte die Morde begangen sondern sein zweites Ich. Im Gegenzug belegte die Staatsanwaltschaft, mit welch ausgetüftelten Methoden er seine Opfer angelockt, überwältigt, getötet und beseitigt hatte. Nach dem Prozess von sechs Wochen Dauer sprachen die Geschworenen Gacy des 33fachen Mordes für schuldig. Er wurde zum Tode verurteilt. In der Todeszelle malte Gacy verschiedene Bilder, welche nach seiner Hinrichtung zu Höchstpreisen verkauft wurden. John Wayne Gacy wurde am 10 Mai 1994 in Joliet/Illinois durch eine Giftinjektion hingerichtet.
Gacy's Worte zu seinen Morden:
GacyI
GacyII
GacyIII
Jeffrey Dahmer
Jeffrey Lionel Dahmer wurde 1960 in Milwaukee geboren und wuchs in Bath/Ohio auf. Bereits in seiner Kindheit fühlte sich Dahmer einsam und verlassen. Sein Vater - ein Chemiker - arbeitete viel und seine Mutter Joyce kümmerte sich ebenfalls nicht um ihn. Die psychisch kranke Frau war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Auch bevorzugte sie Dahmers jüngeren Bruder. Joyce Dahmer fiel von einer Depression in die nächste. Durch die häufigen Versetzungen des Vaters standen beinahe jährlich Wohnungs- und Ortswechsel für die Familie auf dem Programm. Dahmer hatte somit nie die Möglichkeit, irgendwo einen Ort zu finden, an welchem er Freunde suchen und behalten konnte. Zudem belastete der ständige Streit der Eltern Dahmer. Die Eltern ließen sich früh scheiden und Dahmer wuchs alleine auf. Mit 16 wurde er alkoholabhängig, interessierte sich für Chemie und begann damit Tierkadaver die er auf der Straße fand zu zerstückeln und ihre Haut mit Chemikalien abzulösen. Seinen ersten Mord beging er 1978. Er nahm einen jungen Anhalter mit und tötete ihn, nachdem dieser weiterziehen wollte. Die Leiche bewahrte er über 1 Jahr unversehrt im Keller auf. Seine Tat wurde nicht entdeckt, da er die Leiche später vollends zerstückelte, die Haut mit der Hilfe von Säure auslöste und die Knochen in kleinste Splitter zertrümmerte. Danach vergrub und verstreute er die Überreste im Garten der Familie. Jeffrey Dahmers Mordserie wurden am 22. Juli 1991 aufgedeckt. Polizeibeamte durchsuchten seine in Wohnung in Milwaukee, nachdem ein vermeintliches Opfer fliehen konnte und ihn anzeigte. Beweise fand man genug: Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde ein menschlicher Kopf im Kühlschrank, abgehackte Hände in einem Kochtopf, 3 Köpfe in einer Gefriertruhe und 5 Totenschädel in einem Regal gefunden. Weiterhin fand man ein Fass, welches mit Chemikalien gefüllt war und die Reste von 3 Körpern barg. Dahmers Sammelleidenschaft rührte daher, dass er, aus den gesammelten und konservierten Knochen und Schädeln, einen Schrein bauen wollte. Insgesamt tötete Dahmer zwischen 1978 und 1991 17 Menschen. Er fand seine Opfer in Homosexuellen Bars oder Saunen. Er sprach sie an und bot ihnen Geld, um für ein paar Fotos zu posieren. Er nahm sie dann mit nach Hause um sie dort mit Bier, welches er mit Schlafmittel versetzt hatte, zu betäuben. Wenn sie eingeschlafen waren wurden sie stranguliert. Später vergewaltigte Dahmer die Leichen und aß Teile davon. Von diesen Aktivitäten schoss er zahlreiche Fotos. Einige seiner Opfer versuchte er zu Zombies zu machen, indem er ihnen mit einer Bohrmaschine ein Loch in den Kopf bohrte und es dann mit Säure füllte. Wenigstens zwei der Opfer waren bei dieser Prozedur noch am Leben. Dahmer wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt und im Gefängnis, im Herbst 1994, von einem Mitgefangenen erschlagen, während er die Toiletten reinigte.
Albert Fish
Albert Howard Fish wurde 1870 geboren. Er verlor seinen Vater als er 5 Jahre alt war. Seine Mutter begann daraufhin zu arbeiten, um die 12 Kinder der Familie zu ernähren. Albert wurde in das Waisenhaus St. Johns Refuge gesteckt, wo er sich sehr schnell zu einem schwierigen und nervösen Kind entwickelte. Im Waisenhaus wurde Fish von der Leiterin oft bestraft. Er bekam Schläge auf seinen nackten Hintern. Fish empfand daran ein so großes Vergnügen, dass er sich darum riss, so oft wie nur möglich bestraft zu werden. Die übrigen Waisenkinder machten sich über Fish lustig, weil die Prügel bei ihm eine Erektion verursachten. Er machte im Heim bald Bekanntschaft mit der Masturbation und anderen, weitaus perverseren Spielen. Einmal tränkte er den Schwanz eines Pferdes mit Benzin und zündete ihn an. Dieser Vorfall prägte sich dem Knaben tief ein, und als er das Waisenhaus verließ, war sein Weg in den Sadomasochismus vorgezeichnet. "Ich hatte immer große Lust, anderen Schmerzen zuzufügen und mich von anderen quälen zu lassen. Mein ganzes Leben lang habe ich alles gemocht, was weh tut" Die spektakulärste seiner Perversionen bestand darin, Segelnadeln in verschiedene Körperteile hineinzustecken, besonders in die Gegend des Beckens und der Geschlechtsorgane. Nach seiner Verhaftung am 28.12.1934 brachte eine Röntgenuntersuchung 27 Nadeln zum Vorschein. Wie ein Psychiater später ermittelte hatten sieben Mitglieder der Familie Fish psychische Krankheiten. 2 seiner Onkel starben in psychiatrischen Anstalten. Seine Mutter hörte Stimmen auf der Straße und hatte visuelle Halluzinationen. Einer seiner jüngeren Brüder galt als geistesschwach und starb an einem Wasserkopf. Ein anderer Bruder war Alkoholiker, eine seiner Schwestern dämmerte im Wahnsinn. Durch die Erzählungen seines Bruders wurde Fishs Interesse am Kannibalismus geweckt. Daraufhin begann er Informationen zu diesem Thema zu sammeln. In dieser Sammlung befanden sich unter anderem Presseausschnitte über Fritz Haarmann. Das später erstellte psychiatrische Gutachten zählte folgende sexuellen Perversionen auf: Sadismus, Masochismus, aktive und passive Flagellation, Selbstkastrierung und Kastrierung anderer, Exhibitionismus, Voyeurismus, Nadelstechen, Pädophilie, Homosexualität, Koprophagie, Urintrinken, Fetischismus, Kannibalismus und Hyperhedonie. 1882 lernte Fish einen jungen Mann kennen. Sie gingen eine homosexuelle Beziehung ein. Sein Geliebter führte ihn in abartige Praktiken ein, ließ ihn seinen Urin trinken oder seine Exkremente essen. 1898 heiratete Fish eine junge Frau von 19 Jahren, die ihm sechs Kinder gebar und ihn nach 20 Ehejahren verließ. Er machte sich aber nicht die Mühe sich scheiden zu lassen und heiratete noch weitere dreimal. Seinen ersten Mord beging Fish 1910 in Wilmington, wo er einen Homosexuellen tötete. 1922 wurde Albert Fish im Alter von 52 Jahren von religiösen Halluzinationen heimgesucht. Manchmal heulte er auf Spaziergängen " Ich bin der Heiland ". Albert Fish wurde zwischen 1902 und 1923 achtmal von der Polizei verhaftet. Das erste mal wegen eines Betrugsversuches. Ein anderes mal, weil er in die Kasse eines Ladens gegriffen hatte, in dem er arbeitete. Für ungedeckte Schecks wurde er auf Bewährung verurteilt. Seine rasende Leidenschaft für obszöne Briefe brachte ihm eine Verurteilung zu neunzig Tagen Gefängnis ein. Er kommt auch dreimal in psychiatrische Anstalten; zum letzten Mal 1930. Er wurde jedoch wieder freigelassen. Die Diagnose lautete: Er ist weder verrückt noch gefährlich; er hat eine psychopathische Persönlichkeit sexuellen Charakters. Überführt wurde er wegen des Mordes an der 10jährigen Grace Budd, die er 1928 entführte und tötete. Die Fahndung dauerte sechs Jahre und wurde ausgelöst durch einen Brief, den er 1934 an ihre Mutter schrieb. In diesem Brief erklärt er seine Vorliebe für Menschenfleisch und beschreibt das Töten und Verzehren der Tochter. Die Gesamtanzahl seiner Opfer ist unklar. Die Schätzungen liegen zwischen sechzehn und mehreren Hundert. Der größte Teil der Opfer stammte aus den untersten Schichten der Bevölkerung. Er lockte vorwiegend schwarze Kinder in Kellerräume, in denen er Malerarbeiten durchführte. Die Kinder wurden gefesselt, vergewaltigt und geschlagen. Er quälte sie oft tagelang bevor er sie tötete, ihre Leichen zerstückelte und das Fleisch verzehrte. Er reiste von New York bis Montana durch dreiundzwanzig verschiedene Staaten. Allein in New York hatte er mindestens fünf Morde begangen. Am 11.3.1935 begann der Prozess gegen den 65jährigen Albert Fish in Westchester. Er wurde am 22.3 trotz der offenkundigen Beweise seines Wahnsinns zum Tode verurteilt. Seine Reaktion entspricht seiner Persönlichkeit: "Welche Freude wird es für mich sein, auf dem elektrischen Stuhl zu sterben. Der allergrößte Schauer wird mich überkommen. Der einzige, den ich noch nicht ausgekostet habe. Aber es ist kein gutes Urteil. Sie wissen, dass ich geistig nicht gesund bin. Und was werden meine armen Kinder tun, wenn ich sie nicht mehr führen kann?". Am 16.1.1936 kam Albert Fish auf den elektrischen Stuhl. Der erste Stromschlag reichte jedoch nicht aus: Die 27 Metallnadeln, die er in seinem Körper hatte, sollen einen kleinen Kurzschluss verursacht haben. Erst die zweite Ladung beförderte Fish dann in die andere Welt. Er nahm ein Geheimnis mit sich: Wie viele Opfer hatte er wirklich umgebracht???
Charles Manson
Charles Milles Manson wurde 1934 in Cincinatti als unehelicher Sohn einer 16jährigen Prostituierten geboren. Seit er 10 war, lebte er auf der Straße, sieht man von den Zeiten in Jugendheimen und Besserungsanstalten ab. Sein Erwachsenenleben war schon früh geprägt durch Raubüberfälle, Fälschungen, Zuhälterei und Körperverletzungen. 1967 war er auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Er machte sich auf den Weg nach San Francisco der damaligen Hippie Hochburg. Manson entwickelte sich dort zu einem charismatischen Guru. Er spielte Gitarre und predigte seine Vision von der bevorstehenden Apokalypse, dem "Helter Skelter", einem Text vom White Album der Beatles. Als die Reinigungsfrau Chapman am 9 August 1969 die Tür im Cielo Drive Nr. 10050 öffnete, bot sich ihr ein Bild des Grauens. In den Zimmern, im Flur und auf dem Gartenvorplatz lagen insgesamt 5 furchtbar zugerichtete Leichen. Als Opfer identifizierte man die 26jährige Schauspielerin Sharon Tate - Ehefrau des Regisseurs Roman Pollanski und Schauspielerin in z.B. Tanz der Vampire , die 25jährige Abigal Folger - Erbin des millionenschweren Kaffeehändlers Folger, den 36jährigen High Society Friseur Jay Sebring, den 32jährigen Voytek Frykowski, der Freund von Folger, und den 17jährigen Steven Earl Parent. An die Haustür hatten die Mörder mit Blut das Wort "pig" geschmiert. Das Industriellenehepaar La Bianca wurde am 10 August 1969 ermordet aufgefunden. Der Besitzer einer Supermarktkette Leno La Bianca war 44 Jahre alt, seine Frau Rosemary 38. Als die Leichen aufgefunden wurden, hatten die Mörder das Wort "War" in Leno La Biancas Bauchdecke geschnitten. Auf dem Kühlschrank war mit dem Blut der Opfer "Helter Skelter" geschrieben. Die Anweisungen für diese Blutbäder waren zuvor auf einer Farm, im Wüstengebiet außerhalb von Los Angeles, erteilt worden. Dort lebten etwa 20 Frauen im Alter von 17 bis 24 Jahren und einige gleichaltrige Männer mit dem 32jährigen Charles Manson zusammen. Sie nannten sich "Die Familie". Manson wählte die Familienmitglieder Tex Watson, Susan Atkins, Leslie Van Houten und Patricia Krenwinkel aus und sagte zu ihnen: "Die Zeit für Helter Skelter ist gekommen". Manson war davon überzeugt, dass seine Familie einen blutigen Rassenkonflikt auslösen könne, indem sie "reiche weiße Schweine" töteten. Diese Morde sollten dann den Schwarzen in die Schuhe geschoben werden, wodurch sich Weiße zur Lynchjustiz gegen Schwarze hinreißen ließen, was diese wieder gegen die Weißen aufwiegelte. Am Ende stünden schließlich ausgedehnte Rassenunruhen, die in immer gewalttätigere, blutige Auseinandersetzungen übergingen. Daraus würde sich nach der Vorstellung Mansons ein regelrechter Rassenkrieg entwickeln - der Helter Skelter. In einem solchen Rassenkrieg, so hoffte Manson, würden die Schwarzen schließlich obsiegen. Doch weil die Schwarzen sich selber nicht führen könnten, würden sie ihn, Charles Manson zu ihrem Herrscher und Führer machen. Manson und die drei Mitangeklagten Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie van Houten wurden am 29 März 1971 wegen Mordes in 7 Fällen für schuldig befunden und zum Tod in der Gaskammer verurteilt. Als ein Jahr nach dem Urteil die Todesstrafe in Kalifornien wieder abgeschafft wurde, wurden alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Manson und seine Komplizen, Charles "Tex" Watson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel, Linda Kasabian, Leslie van Houten, Robert Beasusoleil, Bruce Davies und Steve Grogan haben noch weitere Morde begangen - oder werden solcher dringend verdächtigt. Einige Quellen sprechen von bis zu 35 Opfern. Ein Mitglied der Familie, Lynette Fromme, versuchte 1975 ein Attentat auf Präsident Gerald Ford.
Manson bei der Anhörung über eine mögliche Haftentlassung:
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Jack The Ripper
Im Londoner East End ereignete sich 1888 ein Kriminalfall, der immer wieder zu Spekulationen Anlass gab und für den so mancher Superlativ geprägt wurde. Die Rede ist von den Verbrechen des Jack the Ripper. Jack the Ripper ist der unentdeckte Täter, der 1888 eine Anzahl von Straßendirnen im Ostend von London ermordet und verstümmelt hat und drei Monate lang die Bevölkerung in Furcht und Schrecken hielt. Im Jahr der Ripper-Morde war London seiner Einwohnerzahl nach noch immer die größte Stadt der Welt und das East End das Elendsviertel der Metropole. Verfallene Häuser und eine unendliche Zahl enger, schmutziger Gassen bestimmten das Bild. Von den vier Millionen Einwohnern Londons lebten dort 450.000 unter denkbar schlechten Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Obdachlosenasyle und Armenhäuser waren ständig überfüllt. Während mehrerer Wochen herrschte eine wahre Ripper-Hysterie in London. Abgesehen davon, dass die Polizeistreifen nach jedem Mord weiter verstärkt wurden und schließlich fast die gesamte Geheimpolizei zum Einsatz kam, leisteten Hunderte von Bürgern Nacht für Nacht freiwillig Dienst. Die Mitglieder sogenannter Wachsamkeitsausschüsse liefen Streife in dem Labyrinth der berüchtigten Gässchen und Passagen von Whitechapel und der umliegenden Stadtteile. Aber alles war vergebens. Kaum einen Steinwurf von der Stelle entfernt, wo oben noch ein Posten patrouillierte, wurde ein neues Opfer ermordet und verstümmelt aufgefunden. Immer wieder konnte der Täter im Gassengewirr entkommen und irgendwo einen Unterschlupf finden. Die Morde, denen ausnahmslos Prostituierte zum Opfer fielen, geschahen zwischen dem 6 August und dem 9 November stets in der Nacht zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. An jenem 6. August 1888 wurde eine Viertelstunde vor Mitternacht die Leiche der 35jährigen Martha Turner in der Plumber Street von einem Streifenpolizisten gefunden. Ihr Hals wies eine Schnittwunde auf, und der Unterleib war aufgeschlitzt. Die Untersuchung der Toten nahm Coroner Wynne E. Baxter vor. Die entscheidenden Sätze aus seinem Gutachten lauten: "Die Organe des Unterleibes wurden mit zielsicheren und geübten Schnitten herausgetrennt. Kein Organ ist verletzt. Der Täter verfügt zweifelsohne über medizinische Kenntnisse und chirurgische Fähigkeiten. Die Richtung der Schnitte deutet auf einen Linkshänder hin. Als Tatwerkzeuge kommen das Seziermesser des Arztes, das Bajonett des Soldaten oder das scharfe Fleischmesser des Schlächters in Frage. Jede der drei Möglichkeiten ist wahrscheinlich, keine kann mit Sicherheit bestimmt werden. Die sorgfältig durchgeführte Untersuchung ergab, dass ein Organ des Unterleibes fehlte." In den Wochen darauf folgten fünf weitere Morde: am 31. August an Mary Ann Nicholls, am 8. September an Annie Chapman, in der Nacht vom 29. zum 30. September an Elizabeth Stride und Catherine Eddowes und schließlich am 9. November an Marie Jeannette Kelly. Allen Frauen war der Hals durchschnitten und der Unterleib aufgeschlitzt worden. Das sechste und letzte Opfer hatte der Mörder buchstäblich seziert, die inneren Organe aus dem Körper entfernt und neben der Leiche niedergelegt. Die übereinstimmende Tatausführung ließ kaum Zweifel daran, dass es sich immer um denselben Täter gehandelt haben muss.

Erläuterung zum Massenmörder!
Ein Massenmord bedeutet die Ermordung mehrerer Menschen zur selben Zeit. Beispiele dafür sind Schießereien mit mehreren Toten oder auch, einen überfüllten Nachtclub in Brand stecken. Es handelt sich hierbei um einen Begriff, den man nicht genau vom Serienmord abgrenzen kann. Meist ist es eine Form des erweiterten Suizids. Das Bureau of Justice Statistics definiert einen Massenmord als den Mord an zumindest vier Personen am selben Ort zur selben Zeit.
Robert Steinhäuser
Als Amoklauf von Erfurt bezeichnet man die Tat, die der 19-jährige Robert Steinhäuser am Vormittag des 26. April 2002 in Erfurt, verübte. Der von der Schule verwiesene Amokschütze Robert Steinhäuser erschoss damals 16 Menschen, bevor er sich schließlich selbst tötete. Es war ein Amoklauf "nach amerikanischem Vorbild", den in Deutschland keiner für möglich halten wollte.
DYLAN KLEBOLD & ERIC HARRIS "LITTLETON MASSAKER"

Dylan Bennet Klebold, wurde am 9. September 1981 in Lakewood, Colorado geboren. Eric Harris war 18. Beide lebten in Littleton, Denver im US-Bundesstaat Colorado. Eric Harris hatte eine Homepage im Internet, auf welcher er die Tat ankündigte, offiziell gegen Ausländer hetzte und auch Zeichnungen und eine genaue Anleitung zum Bauen verschiedener Bomben veröffentlichte. Natürlich wurde die Seite schnellstmöglicht entfernt, aber es geistern noch einige Kopien umher, die allerdings auch immer wieder die URL ändern. Dylan Klebold und Eric Harris stürmten am 20.04.1999 (Hitlers 110. Geburtstag) die Columbine Highschool in Littleton, Denver. In ihrem Amoklauf töteten sie 13 Menschen (9 Jungen, 3 Mädchen und einen Lehrer), es gab über 20, zum Teil schwer Verletzte. Die beiden verschanzten sich in der Schulbibliothek, wo sie schließlich Selbstmord begingen. Anscheinend hatten sie vorgehabt die ganze Schule in die Luft zu sprengen. Die beiden Waffennarren hatten - vielleicht schon Tage vor dem Massaker - in ihrer Schule Bomben versteck, die sie selbst gebaut hatten. Ein Tagebuch von einem der Täter wurde sichergestellt. Darin wird beschrieben daß sie über 500 Mitschüler und Lehrer töten wollten, das Gebiet um die Schule herum verbomben, ein Flugzeug anfordern und es über New York abstürzen lassen. Bei der Tat verwendeten sie ein 2 MP's, zwei Schrotflinten, ein halb-automatisches Gewehr und mehrere hundert Schuss Munition Sicher ist, daß sie alle auf einer Waffenshow in Denver gekauft wurden und Dylans Freundin Robyn eine Waffe besorgte. Augenzeugen berichteten daß Eric und Dylan gelacht haben, ihre betenden Mitschüler verhöhnten und ihnen aus nächster Nähe ins Gesicht schossen. Nach dem Massaker wurden noch wochenlang Schulen evakuiert weil Bombendrohungen eingingen. In Chicago wurden zwei Schüler (16, 17) festgenommen, die ebenfalls ein Bombenattentat auf ihre Schule vorbereitet hatten. In Washington wurden 17 Highschools wegen Drohungen geschlossen. In Texas wurden drei 14jährige festgenommen, die eine Nachahmungstat planten. Überall in Amerika wurden Schüler in Trenchcoats des Unterrichts verwiesen.
RICHARD SPECK
Als Richard Speck zwanzig Jahre alt war, hatte er schon fast vierzig Verhaftungen auf seinem Konto. Er war verheiratet mit einer 15jährigen und hatte ein Kind mit ihr. Er verließ sie fünf Jahre später: " Ich habe es einfach nicht fertig gebracht sie zu töten ". Allerdings ermordete er mehrere andere Frauen, darunter eine Kellnerin, weil sie auf seine Annäherungsversuche nicht eingegangen war. Weiterhin überfiel und beraubte er eine 65jährige Frau, an der er sich auch verging. Ein paar Monate später, am 13 Juli 1966, vergewaltigte und ermordete er in Chicago 8 Frauen. Er war bewaffnet mit einem Messer und einem Gewehr in ein Schwesternwohnheim eingebrochen und wurde dort von 9 Schwesternschülerin überrascht. Er fesselte alle und zerrte sie nacheinander in ein anderes Zimmer. Dort verging er sich an ihnen und ermordete sie. Das Motiv: Niemand sollte ihn identifizieren können. Eine neunte Schwesternschülerin hatte sich unter einem Bett versteckt und musste miterleben, wie Speck unmittelbar über ihr eine ihrer Freundinnen vergewaltigte und ermordete. Speck hatte sich offenbar verzählt, denn nach der achten Bluttat verließ er das Haus. So konnte die neunte entkommen und der Polizei eine ziemlich exakte Beschreibung des Täters geben. Unter anderem erinnerte sie sich an eine Tätowierung auf Specks linken Arm mit der Aufschrift "Born to raise Hell". Dieser Hinweis wurde an die Unfallstationen sämtlicher Krankenhäuser verschickt. Wenige Tage nach dem Blutbad suchte Speck wegen einer Wunde ein Krankenhaus auf. Die Tätowierung wurde erkannt, und er konnte verhaftet werden. Speck wurde später zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde jedoch annulliert, da er in dem geschlechtsbestimmenden 23 Chromosomenpaar ein zusätzliches Y Chromosom hatte. Wissenschaftler gingen damals davon aus, dass diese genetische Anomalität bei Männern kriminalitätsfördernd wirkt. Das Urteil wurde widerrufen und Speck wurde wegen achtfachen Mordes zu 600 Jahren Gefängnis verurteilt. Speck starb 1991 im Alter von 49 Jahren an einem Herzinfarkt.
TIMOTHY MCVEIGH & TERRY NICHOLS

Es war ein schöner, sonniger Frühlingsmorgen an jenem 19. April 1995 - der Tag, an dem sich die Welt für die US-Amerikaner mit einem Schlag verdunkelte. Um 9.02 Uhr explodierte eine Bombe in Oklahoma City und zerstörte das Alfred Murrah Haus, ein Behördengebäude. 168 Menschen - darunter 19 Kinder starben, fast 600 Menschen wurden verletzt. Die Bergung der Opfer dauerte mehr als zwei Wochen, wobei die Helfer der Rettungsmannschaften selbst ihr Leben riskierten. Die Amerikaner konnten nicht begreifen, dass Landsleute für das Verbrechen verantwortlich waren, und nicht wie zunächst vermutet palästinische oder islamische Fundamentalisten. Der US-Amerikaner Timothy McVeigh, der im Golfkrieg als guter Soldat ausgezeichnet worden war, ein rechtsextremer Eiferer, wollte Blut durch Amerikas Straßen fließen sehen. Er löste ein Massen-Trauma aus: 140 000 Menschen haben nach dem Terroranschlag an Gruppentherapien teilgenommen. Der Prozess um den grausamsten Terrorakt der US-Geschichte wurde nach Denver verlegt, weil es unmöglich war, unter den 445 000 Einwohnern Oklahoma Citys zwölf unbefangene Geschworene zu finden. McVeigh wurde 1997 zum Tode verurteilt, Mittäter Terry Nichols zu lebenslanger Haft. Sechs Jahre nach dem Bombenanschlag von Oklahoma wurde Timothy McVeigh in den USA hingerichtet. Er starb am Montagmorgen den 11.6.2001 im Bundesgefängnis von Terre Haute durch eine Giftinjektion. McVeigh sei sehr ruhig und gefasst gewesen; er habe sich fast “kooperativ“ verhalten.
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Brian Hugh Warner (* 5. Januar 1969 in Canton, Ohio, USA), alias Marilyn Manson, ist Musiker und Mitglied der gleichnamigen Rockband Marilyn Manson.
Sein Leben:
Warner wurde als Sohn von Barbara und Hugh Warner in Canton geboren. Er besuchte die Heritage Christian School, eine streng-christliche Privatschule, später eine staatliche Public School. Nachdem er mit seinen Eltern nach Fort Lauderdale, Florida, umzog, besuchte er das Broward Community College, um dort Journalismus und Theater zu studieren.
Bevor er die Musikgruppe Marilyn Manson, deren ursprünglicher Name Marilyn Manson And The Spooky Kids lautete, gründete, schrieb er Gedichte und Kurzgeschichten und arbeitete als Musikjournalist bei dem Magazin 25th Parallel.
Seit den Neunzigern kursiert im Internet das Gerücht (Hoax), Marilyn Manson wäre als Kind der Darsteller des Paul Pfeiffer in der Fernsehserie Wunderbare Jahre gewesen (der bebrillte Freund der Hauptfigur). Der Darsteller des Paul ist aber Josh Saviano. Warner spielte dafür 1999 eine Rolle in Der zuckersüße Tod, 2003 in Party Monster, 2004 in The Heart Is Deceitful Above All Things, 2005 Living in Neon Dreams und 2006 in Rise. Bereits im Jahr 2002 war er darüber hinaus in Michael Moores Dokumentarfilm Bowling for Columbine zu sehen.
2006 gibt Warner sein Debüt als Regisseur. Beim European Film Market stellte er im Rahmen der Berlinale sein erstes eigenes Filmprojekt vor. Der Film handelt von Mathematiker Lewis Carroll, der durch sein Buch Alice im Wunderland bekannt wurde. Der Film trägt den Titel Phantasmagoria (Trugbild).
Am 3. Dezember 2005 heiratete Manson seine langjährige Freundin Dita von Teese (bürgerlicher Name: Heather Sweet). Die Zeremonie fand in Irland im Schloss des österreichischen Künstlers Gottfried Helnwein statt. Auf der Hochzeitsfeier trat auf Wunsch des Musikers Max Raabe mit seinem Palast Orchester auf. Am 5. Januar 2007 wurde bekannt, dass Dita von Teese die Scheidung von Marilyn Manson eingereicht hat. Grund der Scheidung waren nach Ditas Angaben unüberbrückbare Differenzen und Mansons übermässiger Alkohol konsum. "Sie ist ausgezogen und er hat es nicht einmal bemerkt" so ein Insider.
Warner war als Marilyn Manson Reverend der Church of Satan.
Marilyn Manson ist eine Musikgruppe, die sich stilistisch vor allem zwischen den Genres Industrial Rock, Glam Rock und Alternative Metal bewegt. Sie wurde zunächst unter dem Namen Marilyn Manson & The Spooky Kids gegründet. Ihr Frontmann Brian Hugh Warner trägt die Bezeichnung Marilyn Manson als Künstlername. Da er sowohl innerhalb der Gruppe als auch in den Medien die dominierende Persönlichkeit ist, bezieht man sich mit der Bezeichnung Marilyn Manson oft auf die Person Warners. Sowohl der Band- und Künstlername Marilyn Manson als auch der Künstlername vieler Bandmitglieder (Daisy Berkowitz, Madonna Wayne Gacy, Twiggy Ramirez, Sara Lee Lucas, Olivia Newton Bundy, Ginger Fish, Gidget Gein) sind eine Zusammensetzung aus dem Namen einer Popikone (Marilyn Monroe) einerseits und einem Massen- oder Serienmörder andererseits (Charles Manson). Dadurch soll die Dichotomie von Gut und Böse und das gleichzeitige Vorhandensein beider verdeutlicht werden.
 
Die Bandgeschichte:
Die Band wurde 1989 gegründet und wechselte, mit Ausnahme von Frontmann Brian Hugh Warner und dem Keyboarder Madonna Wayne Gacy (auch als Pogo bekannt), im Laufe der Zeit mehrmals die Bandmitglieder.
Als Gruppe begann Marilyn Manson in Tampa Bay, Florida unter dem Namen Marilyn Manson & the Spooky Kids. Ihre Auftritte hatten weniger den dunklen Stil der späteren Jahre, sondern eher einen Zeichentrickcharakter mit Punkeinflüssen. Folglich waren sie über Florida hinaus kaum bekannt, bis sie von Trent Reznor (Nine Inch Nails), welchen Manson bei seiner Arbeit als Musikjournalist kennenlernte, erwähnt wurden. Marilyn Mansons erste CD Portrait of an American Family erschien bei Nothing Records, einem Label von Trent Reznor. Es folgte eine gemeinsame Tour der beiden Bands.
Die Mitglieder der Gruppe sind meistens außergewöhnlich grotesk und unkonventionell gekleidet. Ihre Fangemeinde vergrößerte sich vor allem durch schockierende Auftritte in der Öffentlichkeit, wie sie in zeitgemäßer Form auch früher schon von KISS oder Alice Cooper verwendet wurden.
Die Mixtur aus ihrer Bekanntheit, ihrer Musik und derartiger Auftritte führte zu Protesten, ständigen Angriffen der christlichen Rechten und schließlich zu Auftrittsverboten in einigen Städten der USA. Außerdem wurde die Band in der amerikanischen Presse für das „Columbine-Massaker“ an einer High School verantwortlich gemacht. Aufgrund dieser Beschuldigungen zog sich die Band für drei Monate zurück und überlegte, ob und wie es weitergehen sollte. Marilyn Manson schrieb daraufhin den Song „Disposable Teens“. Auch außerhalb der Musikszene wurde Manson bekannt durch seinen Kurzauftritt in dem Dokumentarfilm Bowling For Columbine, als er diese Anschuldigungen in Frage stellt und die Bigotterie der amerikanischen Gesellschaft darstellt und verantwortlich macht.
Diskografie:
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Alben
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1994: Portrait of an American Family
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1995: Smells Like Children (Remix Album)
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1997: Remix & Repent (Remix EP)
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1999: The Last Tour On Earth (Live)
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2000: Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)
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2003: The Golden Age of Grotesque
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2004: Lest We Forget (Best-Of)
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2007: sechstes Studioalbum, Titel bislang unbekannt
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Singles.
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1997: Sweet Dreams (Eurythmics Coverversion)
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1997: The Beautiful People
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1997: The man that you fear
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1997: Long Hard Road Out Of Hell (Spawn Soundtrack)
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1998: I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)
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1999: Rock Is Dead (The Matrix Soundtrack)
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2002: Tainted Love (Soft Cell Coverversion & Not Another Teen Movie Soundtrack)
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2003: This Is The New Shit
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2004: Personal Jesus (Depeche Mode Coverversion)
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2005: The Nobodies (Re-Release) .
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2006: This Is Halloween (The Nightmare Before Christmas Soundtrack)
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DVDs
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1991: Demystifying the devil
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2002: Guns, God and Government World Tour
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2002: Birth of the Anti-Christ
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2005: Fear of a Satanic Planet .
Rock am Ring Livekonzert Manson
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Hallo Leute ich bins die MausiPad die Freundin vom Westei
Ich wollte auf diesem Wege noch schöne Grüsse für alle dalassen, die auf der Space meines Schatzes stöbern und gestöbert haben.Angelehnt an das Thema von Westei's Space habe ich auch meine Homepage gestaltet.
Wer lust hat da mal reinzuschauen, der klicke auf das Bild unten.
(und pssst wenn ihr schon mal drin seit dann hinterlasst mir doch einen Eintrag ins Gästebuch unten in meiner Homepage,DANKEEE!!!
 
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Lasst die Kinder...!!!
Kinder sichern unsere Zukunft,sie sind kleine zerbrechliche Wesen und gehen ohne Vorurteile im Leben voran sie kennen keine Angst vor schlechten Menschen den sie glauben das alle Menschen so liebevoll und rein im Herzen sind wie sie selbst.
Leider haben sie keine Ahnung das es Menschen gibt auf dieser Welt, die ihr zartes Vetrauen schamlos ausnutzen um ihre eigenen kranken sexuellen Phantasien an ihnen auszuleben,diese Menschen zerstören ein so zartes kleines Leben das noch nicht einmal richtig begonnen hat nur um einmal ihre kranke Befriedigung zu erleben...und wer denkt dabei an das kleine Leben, das sicher gezeichnet ist von den tiefen Narben in der Seele die ein solches "Schwein" in ihnen hinterlassen hat?????
Wir alle sollten daran denken, die Augen öffnen und alles dafür tun das so etwas nicht passiert,drum bitte ich euch schreibt mir was ihr darüber denkt und übernehmt euch meinen Link gegen den Kindesmissbrauch als Zeichen das wir alle für die kleinen Kinder da sind und ein wachsames Auge auf sie haben.....
...Unbeschwert spielen und lachen sollte ein Kind,
wer das genau so sieht,
Der klickt hier!!!
und nimmt sich diesen link der Seite, die
dahinter ist mit...
 
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DefinitionHexe

Eine Hexe war im Volksglauben eine mit Zauberkräften ausgestattete, meist weibliche, heil- oder unheilbringende Person, die im Rahmen der Christianisierung häufig mit Dämonen oder dem Teufel im Bunde geglaubt wurde. Das Wort Hexe ist ein Sammelbegriff, der viele Ausrichtungen wie zum Beispiel Incantata (Beschwörende), Bacularia (Besenreiterin), Herberia (Kräuterfrau), Strix (Eule) u.v.m zusammenfasst. Zur Zeit des Hexenwahns wurde Hexe als Fremdbezeichnung auf Frauen und Männer angewandt, um aus unterschiedlichen Motiven die gewünschte Verfolgung zu erreichen. Siehe dazu ausführlicher "Hexenverfolgung". Für die Verwendung auf Männer als "Hexer" oder "Hexenmeister", auch "Drudner", siehe Hexer.
Hexentanzplatz-Trier 1594
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Methodik und Quellen der Hexenforschung
In die Vorstellungen zur Hexe sind Elemente unterschiedlicher Herkunft eingeflossen, dies führt im Allgemeinen zur Begriffsverwirrung, da diese verschiedenen Strömungen nicht getrennt werden, sondern auch rückwirkend in ein Hexenbild hineininterpretiert werden.Zunächst kann die Etymologie des Wortes untersucht werden - hier erhält man Informationen über die Vorstellungen zu einer Zeit, als die etymologische Motivation noch lebendig war - grob geschätzt bis spätestens 1000 n. Chr. Diese Erkenntnis darf auch maximal für das Westgermanische verwendet werden. Zudem können andere Hexenbezeichnungen in den jeweiligen Sprachen und jeweiligem Kontext analysiert und dann zu einem Vergleich herangezogen werden. Eine zweite Strömung entstammt Märchen und Sagen. Hier finden sich aber auch andere Figuren, die in gleichem Sujet die Rolle der Hexe einnehmen können, wie Riese, Menschenfresser oder Drache. Es ist bemerkenswert, dass viele Sujets europaweit oder darüber hinaus verbreitet sind - allerdings immer mit den jeweils regionaltypischen Entsprechungen von Hexe oder Menschenfresser. Märchen und Sagen wurden zudem erst spät aufgezeichnet - sie sind also bereits beeinflusst von den neuzeitlichen Hexenvorstellungen und Hexenprozessen. Drittens gibt es Informationen über den Glauben an Zauberei und die Bestrafung von Zauberinnen aus der Bibel, also aus dem Nahen Osten. Die Vorstellungen gelten also wieder nur für eine Region und für die Begriffe in der jeweiligen Sprache. Viertens liegen Dokumente zum Hexenglauben aus Mittelalter und Neuzeit vor, einschließlich der Akten zu den Hexenprozessen. Diese sind vom Volksglauben der jeweiligen Region, aber auch der biblischen Tradition beeinflusst. Es ist darauf zu achten, dass die frühen Dokumente nicht deutsch, bzw. in der jeweiligen Volkssprache, verfasst waren. Es ist daher immer riskant die lateinischen Begriffe malefica u.a. mit deutsch Hexe zu übersetzen - wo doch Übeltäter wesentlich neutraler wäre.
Hexenarten:
Hexe ist natürlich nicht gleich Hexe. In unserer Zunft wird genauestens unterschieden.
Hier die bekanntesten Arten der Hexerei:
| Tradition
| Beschreibung
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| Alexandrische Tradition
| wurde in den 60-er Jahren in England gegründet. Alex Saunders nannte sich König der Hexen, die Rituale sind abgewandelte Gardnerische Riten
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Britische Traditionelle Hexen (British Traditional Witches)
| Ein Mix aus keltischem und Gardnerischen Glaubensweise. Der heute bekannteste Orden nennt sich "The Traditional Red Garters" (Rote Strumpfhalter).
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| Caledonii Tradition
| auch als Hekate Tradtion bekannt, schottischen Ursprungs, welche die einzigartigen Bräuche und Feste der Schotten fortführt
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| Dianische Tradtion
| auf Margret Murrays Buch von 1921 "Der Hexenkult in Westeuropa" zurückgeführt. Eine Mischung verschiedener Tradition, hauptsächlich auf die Göttin fokusiert.
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| Einzelgänger
| folgen der persönlich beliebigen Tradition und praktizieren allein.
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| Erbhexe
| ist nur, wer in der eigenen Familie von Generation zu Generation die Hexenkunst erlernt hat.
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| Gardnerische Tradition
| in den 50-er Jahren von Gerald Gardner in England gegründet. Er gab dem Alten Weg wieder die Möglichkeit zu existieren und seine Praktiken wurden bis heute von viele Zünften übernommen.
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| Keltische Wicca
| verbindet die keltische-druidische Götterwelt mit Gardnerischen Merkmalen. Pflanzen, Heilkunde und die Geister der Natur werden in diese Traditon eingebunden.
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| Küchenhexe
| Begriff für die "hausfräuliche" Hexe, die sich hauptsächlich mit Kräutermagie befasst.
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| Piktische Tradition
| schottische Hexenkunst, die sich stark mit der Tier- und Pflanzen- und Mineralienwelt befasst.
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| Seax-Wicca
| von Raymond Buckland 1971 gegründet mit angelsächsischem Einfluss vermischt mit Gardnerischen Tradition.
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| Strega Hexen
| diese Tradition begann 1353 in Italien mit einer Frau names Aradia
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| Teutonische Tradition
| Sammelbegriff für die Volksgruppen im germanischen Sprachraum - es ist auch von der nordischen Tradition die Rede.
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| Zeremonielle Hexerei
| diese Tradition umfasst die praktische zeremonielle Magie, umfangreiche Rituale mit ägyptischen und kabbalistischen Aspekten verbunden |

Etymologie
Die Wurzeln des deutschen Wortes Hexe finden sich nur im westgermanischen Sprachraum: mittelhochdeutsch Hecse, Hesse, althochdeutsch Hagzissa, Hagazussa, mittelniederländisch Haghetisse, altenglisch Haegtesse: (gespenstisches Wesen) – im modernen Englisch verkürzt zu hag. Die genaue Wortbedeutung ist ungeklärt; der erste Bestandteil von hagazussa ist wahrscheinlich althochdeutsch Hag (Zaun, Hecke, Gehege), der zweite ist möglicherweise mit germanisch/norwegisch tysja (Elfe, böser/guter Geist) und litauisch dvasia Geist, Seele verwandt, also vermutlich ein auf Hecken oder Grenzen befindlicher Geist.Aus dieser Sicht steht kein Zweifel an der Zugehörigkeit des Begriffs zur Religion. Allerdings ist nicht nachgewiesen, dass der Begriff Hexe (bzw. dessen Vorgänger) vor der Christianisierung eine Bezeichnung für kultisch tätige Personen war. Es sind auch Menschen mit besonderem Wissen (siehe Esoterik), niedere mythische Wesen oder Göttinnen vor- bzw. nichtchristlicher Religionen in Betracht zu ziehen.Metaphorisch ließe sich der Begriff somit als Beschreibung einer Wesenheit begreifen, die mit einem Bein im Reich der Lebenden, mit dem anderen im Reich der Toten weilt. Es gibt auch die Varianten, dass der profane und der heilige Bereich hier einander gegenüber stehen und somit die Grenze bilden, oder das Diesseits und das Jenseits.Walter W. Skeats etymologisches Wörterbuch leitet das englische witch (Hexe) ab aus altenglisch wicche, angelsächsisch wicca (mask.) oder wicce (fem.): einer verderbten Form von witga der Kurzform von witega (Seher, Wahrsager), das seinerseits von angelsächsisch witan (sehen, wissen) herrührt. Entsprechend entwickelt isländisch vitki (Hexe) aus vita (wissen) oder vizkr (Kluger, Wissender). Wizard (Zauberer) stammt von normannisch-französisch wischard, altfranzösisch guiscart (der Scharfsinnige). Die englischen Wörter wit (Witz) und wisdom (Weisheit) stammen aus der gleichen Wurzel.
Herkunft des Hexenglaubens
Der Hexenglauben ist ein paneuropäischer Aberglaube (Volksglaube), dessen Wurzeln im heidnischen Götterglauben liegen. Diese weitgehende Übereinstimmung fällt nicht ins Auge, weil die Bezeichnungen regional unterschiedlich sind. So ist im postkeltischen Kulturkreis von Feen (Morgane etc.) die Rede, die gut und böse sein konnten, in Irland zweigesichtig dargestellt wurden. Im postgermanischen Raum steht der Begriff Elfe primär für ein gutes Wesen, während es ansonsten eher (wohl als Folge christlicher Indoktrination) die böse Hexe gibt. Weder Fee noch Elfe wurden auf Menschen angewendet und somit auch nicht Gegenstand der Hexenverfolgung. Sie behielten ihren Charakter als mythische Wesen.Das märchenhafte Stereotyp der Hexe, nämlich einer alten Frau, die auf einem Besen reitet – hinzu kommt oft die Begleitung durch einen schwarzen Vogel (wahrscheinliche einer der beiden Raben Odins) oder eine Katze –, leitet sich von der Vorstellung eines Wesens ab, das sich in Hecken oder eher in Hainen aufhält oder auf Grenzen reitet. Vermutlich ist das Stereotyp als solcher relativ neu und Illustrationen in deutschen Märchenbüchern geschuldet, denn genaue Entsprechungen (außer der Fähigkeit zu fliegen) fehlen vielerorts in benachbarten Ländern. Aus der Zaunstange, meist gegabelte Äste, wurde in der bildlichen Darstellung der Hexenbesen. Diese Version unterlag jedoch bereits christlicher Einflussnahme. Für das Bild von der Zaunreiterin gibt es verschiedene Erklärungen: Es könnte sich einmal um eine Art archaischer (Wald)-Priesterinnen gehandelt haben, andererseits wird auch ein abstraktes Bild bemüht: Wesen, die auf Zäunen sitzen, befinden sich auf einer Grenze von kultiviertem Raum zur unkultivierten Natur. Zudem, wie auch im Fall der Hexe, könnte es ein geisthaftes Wesen genannt haben.Wenn die Hecke, vielleicht mit dem Bannkreis, der vorchristliche Kultorte umgab und eine Trennlinie zwischen der diesseitigen Welt und der jenseitigen Welt darstellt, identifiziert werden kann, so ist die Hexe eine Person, die zwischen beiden Welten vermitteln kann - somit divinatorische, aber auch heilende Fähigkeiten und hohes Wissen besitzt, und damit die Eigenschaften der vorchristlichen Kultträger.Der Begriff Hexe ist ein Sammelbegriff, der viele Ausrichtungen wie zum Beispiel Incantata (Beschwörende), Bacularia (Besenreiterin), Herberia (Kräuterfrau), Strix (Eule) und vieles mehr zusammenfasst. Von je her sind die Bedeutungen Heilerin, Hebamme, Orakelsprechende, Zaubersprechende, Kräuterfrau, (Hell-)Seherin und weitere in der Bezeichnung Hexe eingeschlossen – alles Attribute, die auch der nordischen Freya, der irischen Brigid und anderen archaischen Göttinnen zugeordnet wurden.Eine mögliche Herkunft des Archetypus 'Hexe' ist, wenn die Etymologier des englischen witch stimmt, eine Frau mit okkultem oder Naturheilwissen, die unter Umständen einer Priesterkaste angehörte. Dies ist eine Übertragung der Fähigkeiten (Heilen, Zaubern, Wahrsagen) der Göttin Freya und vergleichbarer Göttinnen in anderen Regionen auf ihre Priesterinnen, die im frühchristlichen Umfeld noch lange in der gewohnten Weise agierten. Mit dem Vordringen des Christentums wurden die heidnischen Lehren und ihre Anhänger dämonisiert.Siehe hierzu auch Hexenlehre.Der Begriff des Hexenglaubens ist im Übrigen doppeldeutig. Er bezeichnet nicht nur die Überzeugung von der realen und bedrohlichen Existenz der Hexen, wie er im Volksglauben verwurzelt war und sich als Reaktion der Obrigkeit zum Hexenwahn steigern konnte. Daneben kann er heute die (naturreligiösen) Überzeugungen beschreiben, die sich auf ein vorchristliches Verständnis berufen und bestimmte Menschen beiderlei Geschlechts, die über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse (siehe Esoterik) verfügen, als Hexen bezeichnen.
Etymologie
Der Begriff Hexereye taucht erstmals 1419 in einem Prozess gegen einen Mann im schweizerischen Luzern auf. Allerdings ist schon 1402/03 in einem Rechnungsbuch aus Schaffhausen von einem hegsen brand, also einer Hexenverbrennung, die Rede. Das Standardwerk der Hexenjäger Malleus Maleficarum des Dominikaners Heinrich Kramer, gen. Institoris nennt die Hexen maleficae [Pl.] anstelle des männlichen Äquivalents malefici [Pl.] ursprünglich „Übeltäter“, erst später „Zauberer“.
Hexenverbrennung in Willisau
Hexenverfolgungen in Mittelalter und Neuzeit
Hexenverfolgungen fanden fast ausschließlich in Mitteleuropa während der Frühen Neuzeit statt. Grundlage für die massenhafte Verfolgung von Frauen (teilweise auch Kindern und Männern) durch die kirchliche und vor allem die weltliche Justiz war die von Theologen und Juristen verbreitete Vorstellung von einer vom Teufel geleiteten Verschwörung gegen das Christentum, deren meist weibliche Mitglieder man schließlich Hexe nannte.Einzelne Fälle von Prozessen gegen der Magie verdächtigten Menschen sind dagegen fast weltweit und aus vielen Zeiten bekannt. Der Hexenbegriff, der für die besonderen frühneuzeitlichen Ereignisse geprägt wurde, sollte hierfür nicht verwendet werden. In sogenannten „Tierprozessen“ wurden auch Tiere der Hexerei beschuldigt.Mehr dazu könnt ihr lesen wenn ihr hier drunter auf dem Bild klickt!

http://www.hexen.org/
Antike Wurzeln
In der Bibel wird Zauberei mit Todesstrafe bedroht. Besonders die Stelle Exodus 22,17 LUT- die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen - diente den Verfolgern der Hexen später immer wieder als Rechtfertigung. Auch im antiken römischen Recht stand die Schadenszauberei unter Strafe.Auch in vielen antiken heidnischen Kulten gab es bereits das Bild der Schadenszauberin und Kräuterkundigen Zauberin. Beispiele dafür sind die mythologischen Gestalten Kirke und Medea. Beides mächtige Zauberinnen, mit enormen Kräuterwissen und verschiedenen magischen Fähigkeiten, die sie einsetzen um zu helfen und auch um zu schaden. Vor allem die antike Göttin Hekate war stark mit dem antiken Hexenglauben verbunden. Ursprünglich wurde sie als eine gütige und wohltätige Göttin angesehen, doch ab dem 5. Jahrhundert vor Christus wurde sie zur Schirmherrin aller magischen Künste. Man glaubte, sie würde die Zauberrinnen anführen und von ihr würden sie ihre Künste erlernen. Die Hexenbilder des antiken Griechenlandes erinnern stark an die Hexenbilder, die im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit entstanden (Fähigkeit der Verwandlung, das Verhängen von Zaubern, Hexenflug, Kräuterwissen, Menschenopfer und Leichenmissbrauch).
Christliche Kirchenlehre
In der spätantiken und frühmittelalterlichen Kirche gab es zwei konkurrierende Ansichten zur Hexerei. Augustinus von Hippo schloss von der physikalischen Unmöglichkeit des Zauberns auf eine implizite Einladung des Teufels zur Bewerkstelligung der sonst unmöglichen Aufgabe.Diese semiotische Auffassung der Hexerei trat aber zunächst in den Hintergrund zugunsten einer Auffassung, die sich aus den Regelungen der Kirchenväter zum Umgang mit Frauen ableitete, die glaubten, mit Diana des nachts auszufahren: Diese Frauen, so heißt es dort, seien mit Nachsicht zu behandeln, denn da das, was sie zu tun glaubten, physikalisch unmöglich sei, basiere es auf Einbildung. Ebenso sind die Regelungen Karls des Großen gegenüber den Sachsen zu verstehen.Später wurde die Lehre vom Teufelspakt entwickelt. Obwohl noch fast 1000 Jahre bis zur organisierten Verfolgung vergingen, ist dies eine der Grundlagen, die zur Hexenverfolgung führten. Im weiteren Verlauf des 15. Jahrhundert festigte sich das Bild der Hexen als Hexensekte oder -kult mit Zusammenkünften und Riten, die auf die Übernahme der Weltherrschaft führen sollte (J. Baptier u.a.). Dies führte später zusammen mit der Folter als Verhörmethode zu der explosionsartigen Ausbreitung der Beschuldigungen. Das Zeitalter der legalen Hexenverfolgungen hatte begonnen.
Hexen im Spiegel der Gesetze
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Gesetze stehen vor allem im Zusammenhang mit der Hexenverfolgung.
Frühneuzeitliches Hexenverständnis
Zu den Merkmalen einer Hexe gehörten laut der Hexenlehre der frühneuzeitlichen Hexentheoretiker:
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der Hexenflug auf Stöcken, Tieren, Dämonen oder mit Hilfe von Flugsalben
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Treffen mit dem Teufel und anderen Hexen auf dem sogenannten Hexensabbat
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der Pakt mit dem Teufel
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der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel (in Gestalt von incubus und succubus, der sogenannten Teufelsbuhlschaft) und
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der Schadenszauber. Diese fünf Merkmale bildeten ab etwa 1400 den elaborierten Hexencode.
Vor allem Frauen wurden der Hexerei beschuldigt. Zum Teil war die kirchliche Erbsündenlehre der Grund dafür. Sie legte nahe, dass Frauen besonders empfänglich für die Einflüsterungen des Teufels seien.
Von großer Bedeutung war die Idee einer allgemeinen Hexenverschwörung. Aus der Übertragung von Stereotypen, die man jahrhundertelang den Juden zugeschrieben hatte, bildete sich die Vorstellung einer „Synagoga Satanae” (Synagoge des Satans), später „Hexensabbat” genannt. Man glaubte hier einer orgiastischen Versammlung auf der Spur zu sein, bei der Gott und seine Kirche verhöhnet wurden. Man glaubte, dass die gesamte Existenz des Christentums durch diese „Hexensekte“ bedroht sei.
Somit entstand ein vermischtes Neuverständnis der Hexen. Nicht mehr der Schaden, den die Hexen anrichten, war ihr entscheidendes Merkmal, sondern der Abfall vom Glauben und der damit verbundenen Zuwendung zum Teufel. Nunmehr bildeten sie eine geistliche Gefahr; die Kirche ging gegen ihre abtrünnigen Gläubigen, nach den Grundsätzen des Augustinus von Hippo, mit Zwang und Feuer für ihre Seelenrettung vor.
Geographische Verbreitung
Die neuzeitliche Hexenverfolgung konzentrierte sich hauptsächlich auf das Territorium des Heiligen Römischen Reiches, England, die Schweiz, die Niederlande, Lothringen, Schottland und Polen. Historiker führen diese Tatsache auf die relativ schwache Position der Zentralgewalt in diesen Ländern zurück. Spanien, Portugal und Italien blieben vom Phänomen der Hexenverfolgung weitgehend verschont. Einzelfälle sind auch in den amerikanischen Kolonien (Hexenprozesse von Salem) dokumentiert.
Politische Benutzungen des Hexenbegriffs
1949: Simone de Beauvoir veröffentlicht „Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau“, in dem sie Hexen als den ältesten und abgegriffensten aller Mythen bezeichnet: Der Mann werde durch „das abgegriffene Vokabular der Feuilletonromane, in denen die Frau als Hexe, als Zauberin beschrieben wird“ angelockt und ausgesaugt. „Die verderbte Hexe stellt die Leidenschaft der Pflicht, den gegenwärtigen Augenblick der Einheit der Zeit entgegen, sie hält den Wanderer der Heimat fern, sie breitet Vergessen über ihn aus“. 1975: Alice Schwarzer in „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“: Feministinnen sind „Mannweiber“, „Politfurien“ und „Brockenhexen“. „Ich habe sehr schnell versucht, die Markierung als ‚Hexe vom Dienst‘ zu unterlaufen. Aus politischen Gründen, aber auch aus privaten: Eine solche Häme verletzt trotz allen Wissens um die Motive der Geifernden.“ Emma Bonino, Feministin und Politikerin, ehemalige EU-Kommissarin, Angehörige der Radikalen Partei in Italien, wurde vom Papst als Hexe bezeichnet, nachdem sie das Informationszentrum für Sterilisation und Abtreibung gegründet hat. In den 70er Jahren demonstrieren italienische Frauen gegen das Abtreibungsverbot und laufen mit den Worten „Tremate, tremate, le streghe son’ tornate“ durch die Straße („Erzittert, erzittert, die Hexen sind zurückgekehrt“). Silvia Bovenschen ist die früheste Quelle hierfür; in anderen Quellen datiert man es auf die 60er oder 80er Jahre, auch der Universität Padua zu. Als Orte kursieren Rom, Mailand und die Universität von Padua; als Grund wird teilweise auch der Todesfall einer Frau infolge einer Vergewaltigung genannt. 1981 gab es in Kassel in der Walpurgisnacht eine Demonstration von Frauen, die sich ebenfalls als Hexen bezeichneten, um aus einer gefühlten Opferrolle auszubrechen.
Die Identifizierung des Hexenbegriffs mit „Frauenpower“ führte schnell zu einer immer festeren Verknüpfung mit dem Feminismus, die daraufhin legitimiert werden musste. Ebenso wie die prähistorische Verehrung von Tierschädeln für eine Glorifizierung der Frau gehalten wurde, da sie ein Uterus mit Eileitern aussähen, wurde auch der Hexenbegriff zur Verfälschung archäologischer Funde und Fakten herangezogen: um nicht nur die Wildheit und Kraft der Hexen – die sich auch zerstörerisch äußern kann – zu betonen, wurde immer mehr der Aspekt des Wissens betont, was die Matriarchatsthese festigte. „Hexen“ sollen Priesterinnen mit übergroßem Wissen gewesen sein, die noch zur Zeit der Hexenverfolgung existierten. Somit sollen in ihr die letzten Vertreter eines weisen Kultes ausgerottet worden sein.
Dieser scheinbare Kult wird in manchen Teilen der Neo-Hexerei fortgeführt.
Neue Hexen
Der Hexenbegriff im europäisch-amerikanischen Kulturraum hat eine grundlegende Wandlung erfahren. Durch Margaret Alice Murrays Buch Witch-Cult in Western Europe (Hexen-Kult in Westeuropa) wurde der Hexenbegriff 1921 in einem neuen Konzept der Öffentlichkeit nahe gebracht. Mit der Rezeption der frühen Forschung zu den Hexenverfolgungen (u.a. Jules Michelet: La Sorcière) durch die alternative Szene und die Frauenbewegung, insbesondere der Vorstellung, die Hexen seien eigentlich weise Frauen gewesen, die von den Herrschenden verfolgt wurden, bietet der Hexentopos ein weites Spektrum der Identifikation für die Esoterikszene.
Der Begriff Hexe wird hierbei in positiver Weise neu verstanden. Als Hexe bezeichnen sich heutzutage viele Frauen, die sich unter anderem mit Heilkräutern und den alten europäischen Religionen beschäftigen. Die Celtic Witches zum Beispiel berufen sich auf die Religion der Kelten.
Zu nennen ist hier vor allem die Wicca-Religion, die sich heute als neue Form (siehe auch Keltisches Neuheidentum) einer heidnischen Naturreligion der Hexen versteht, in den USA viele Anhänger hat und dort als Religion anerkannt ist.
Eine polyamore Hochzeits-Zeremonie von Wicca-Anhängern in England (2002)
Männliche Hexen
Männliche Hexen bezeichnen sich heute manchmal als „Hexe“, auch wenn es ihnen freisteht, sich Hexer, Zauberer oder Hexenmeister zu nennen.
Die weibliche und die männliche Ausprägung entstammen allerdings nicht dem gleichen historischen Ursprung und rufen deswegen auch jeweils andere Assoziationen hervor.
Überlieferungen, Sagen, Märchen
Urbilder der Hexenvorstellung sind die Figuren der Medea und der Circe aus der griechisch-römischen Mythologie. Letztere ist kräuterkundig, kennt Zaubersprüche und kann u. a. Menschen in Tiere verwandeln.
Märchen von Hexen finden sich zahlreich in der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Das bekannteste ist wohl das Märchen von Hänsel und Gretel, in dem die Hexe mit allen Merkmalen dargestellt wird, die ihr der Volksglaube angedichtet hat. Dazu gehört insbesondere auch die Bedrohung von Kindern. Unterstützt wurden die beiden von ihrem Bruder LudwigGrimm, der als Illustrator der ersten Auflage der Hexe ihr typisches Aussehen gab.
Im Harz, wo in der Walpurgisnacht das Treffen der Hexen auf dem Blocksberg vermutet wurde, wird der Hexenglaube als folkloristisches Brauchtum weiter gepflegt.
Im Bereich der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wie auch in der tirolischen Fastnacht treten Fastnachtshexen auf, die sich im 20. Jahrhundert vor allem im schwäbisch-alemannischen Raum explosionsartig vermehrt haben. Inwieweit sie sich auf die Hexenverfolgung oder die Märchenhexe zurückführen lassen, ist in der volkskundlichen Forschung nicht ausreichend geklärt. An die früheren Hexenverbrennungen erinnern Bräuche am Fastnachtsdienstag oder Funkensonntag, bei denen Hexenpuppen als Symbol der zu Ende gehenden Fastnacht oder des weichenden Winters verbrannnt werden.
Hänsel und Gretel
Die literarischen und filmischen Verarbeitungen des Hexenmotivs sind zahllos und reichen von Shakespeares Macbeth bis etwa zum Blair Witch Project. Das traditionelle (Schreckens-)Bild der Hexe lebt in modernen Märchen wie Hexen von Eastwick fort.
Authentische Personen :
Die „Kindhexe“ Agatha Gatter
Die Hexen von Salem (USA). Salem ist bekannt durch die im Jahr 1692 stattgefundenen Hexenprozesse. Dieser Umstand trug der Stadt den Beinamen The Witch City ein.
Elisabeth von Doberschütz, geborene von Strantz, Ehefrau des früheren Stadthauptmanns von Neustettin Melchior von Doberschütz, wurde am 17. Dezember 1591 vor den Toren Stettins enthauptet und verbrannt.
Sidonie von Borcke (1548-1620) aus dem Jungfrauenstift Marienfließ wurde am 28. September 1620 vor dem Mühlentor enthauptet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
„Tempel Anneke“, bürgerlicher Name Anna Roleffes, war eine der letzten in Braunschweig verurteilten und dort am 30. Dezember 1663 hingerichteten „Hexen“.
Hester Jonas, genannt „die Meurer“, wurde 1635 verhaftet, am Hexenstuhl gefoltert und am Heiligen Abend 1635 im Alter von etwa 64 Jahren vor der Windmühle zu Neuss enthauptet und verbrannt. Das vollständige Protokoll des Prozesses ist in Neuss erhalten.
Anna Göldi, letzte im Juni 1782 in Europa hingerichtete Hexe
Anna Truels, im 18. Jahrhundert auf der nordfriesischen Insel Nordstrand verbrannt
Theodor Becker
Angelina Alcott
Catherine Monvoisin, genannt „La Voisin“, versorgte mit ihrem Pariser Hexenzirkel Madame de Montespan, die Mätresse Ludwigs XIV. und dessen Hofgesellschaft mit Gift und hielt gegen Bezahlung schwarze Messen ab. 1680 wurde sie mit ihren Anhängern am Place de Grève verbrannt.
Maria Holl, (*1549 †1634) Die „Hexe von Nördlingen“ widerstand als eine der ersten Frauen allen Torturen während des 1593/1594 gegen sie geführten Hexenprozesses. Durch ihre Kraft befreite sie die Stadt Nördlingen vom Hexenwahn. Ihre Beständigkeit führte zu Zweifeln an der Richtigkeit von Hexenprozessen und letztlich zum Umdenken von Bevölkerung und Obrigkeit.
Anna Schnidenwind, geb. Trutt (* um 1688 in Wyhl am Kaiserstuhl ; † 24. April 1751 in Endingen am Kaiserstuhl) war eine der letzten Frauen, die in Deutschland als Hexe öffentlich hingerichtet wurden.
Margaret Barcley; †1618. Als Dame aus einem gutem schottischen Haus wurde sie in Irvine (Ayrshire) als Hexe vor Gericht gestellt, gefoltert und verurteilt. Sie wurde stranguliert und verbrannt.
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Vampirismus - Die Gier nach Blut - Die Gräfin Bathory
 
Gräfin Elisabeth Bathory 1560-1614
Ein Vampir im medizinischen Sinne ist ein Mensch, der einen inneren Drang nach menschlichem Blut hat, welcher jenseits seiner Selbstbeherrschung liegt. Er sucht sich geeignete Opfer, die er in seine Macht bringt und dann anfällt, wobei er sie während oder bereits vor seiner grauenvollen Tätigkeit tötet. Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet "Hämatomanie", was soviel wie "Lust auf Blut" bedeutet. Echte Fälle von Vampirismus kommen bei uns ausgesprochen selten vor. In den osteuropäischen Ländern dagegen hat sich der Vampirkult besonders stark entwickelt. In Ungarn, dem klassischen Land für die Umtriebe der ruhelosen Toten, lebte im 16. Jahrhundert die schreckliche Gräfin Elisabeth Bathory. Man sagte ihr sowohl nekrophile als auch sadistische Neigungen nach. Sie wurde für die "Königin der Vampire" gehalten. In den Überlieferungen heißt es, dass sie mehrere hundert junge Mädchen ermordete und deren Blut trank. Die 1560 geborene Gräfin Bathory wurde im Jahre 1611 vor Gericht gestellt, nachdem man während einer Orgie in ihr Schloss einmarschiert war und festgestellt hatte, dass sie dort eine Zahl von Mädchen gefoltert hatte, die im Kerker in Fesseln lagen. Angeblich brauchte sie diese Mädchen dazu, um ihnen je nach Bedarf Blut abzuzapfen. Es hieß, die Blutgier der Gräfin sei wachgerufen worden, als sie in einem Zornanfall ihre Zofe mit einem Kamm verletzte und mit Blut besudelt wurde. Sie habe geglaubt, dass das Blut ihrer Haut wohl bekomme, und habe danach buchstäblich in Blut gebadet. Die "Blutgräfin" Elisabeth Bathory Ihre Komplizen der fürchterlichen Verbrechen wurden enthauptet. Das Gericht verurteilte die Gräfin Báthory zu lebenslänglicher Gefangenschaft, und man ließ sie in ihrem Schlafzimmer einmauern. Sie starb vier Jahre später am 25. August 1614. Es gibt einen interessanten Film von 1970 mit dem Titel „Countess Dracula“ (Gräfin Dracula), dem ihre Lebensgeschichte zugrunde liegt. Wer weiß, wie viele ähnliche Verbrechen unentdeckt geblieben sind – wenn man bedenkt wie oft die bekannten und berüchtigten Verbrecher dieser Art zuschlagen konnten, ehe sie entdeckt und überführt wurden. Die meisten töteten eine unglaubliche Zahl von Opfern, ehe sich die Polizei einschaltete, und manchmal brachte nur ihr ausgesprochen törichtes Verhalten die grauenvollen Taten ans Licht.
Über Vampire
Der Legende nach sind Vampire weder tot noch lebendig. Sie erheben sich nachts aus ihren Gräbern saugen und das Blut von Lebenden, sobald sie ein passendes Opfer erspäht haben.
Dabei entziehen sie ihren Opfern allmählich ihr ganzes Blut. Die Opfer müssen dann ihrerseits ebenfalls zu Vampiren werden.
Die legendäre Heimat des Vampirs ist in Osteuropa, vor allem Rumänien. Dort, in der Provinz Siebenbürgen, ließ der britische Autor Bram Stoker seine berühmte Geschichte von Dracula spielen. Graf Dracula, mit blutroten Lippen und den langen scharfen Zähnen entspricht heute unserer typischen Vorstellung von einem Vampir. Dracula konnte sich wie die legendären Vampire ohne Mühe in ein Tier, zum Beispiel in einen Wolf oder eine Fledermaus, verwandeln.
Dem Gerücht nach kann ein Vampir kann sogar zu Dunst werden, um auf der Suche nach seinem gewählten Opfer Fensterrahmen zu durchdringen.
Wenn ihre grauenhafte blutige Mahlzeit vorüber ist, kriechen die Vampire in ihren Sarg zurück.
Vampire sehen immer aus, als wären noch am Leben, gleichgültig wie lange sie schon begraben sind.
Knoblauch, Salz oder ein Kruzifix können sie unter Umständen vertreiben. Aber man kann sie nur vernichten, indem man einen Pfahl durch ihr Herz treibt wobei sie einen entsetzlichen Todesschrei ausstoßen. Außerdem könnte es danach nötig sein, sie zu köpfen und zu verbrennen.
Leben von Elisabeth Bathory
Elisabeth Báthory war eine Tochter des adeligen Militärs Georg Báthory von Ecsed (ung.: Báthory György) und der Anna Báthory von Somlyó, der älteren Schwester des regierenden polnischen Königs Stephan Báthorys (ung.: Báthory István). Der Reichtum der Báthory war gewaltig und überstieg den des ungarischen Königs Matthias II., der sogar ihr Schuldner war. Die ständigen Heiraten innerhalb der ungarischen Adelsfamilien, durch die ihr Besitz zusammengehalten werden sollte, führten mit der Zeit zu Degenerationen. Angeblich litt Elisabeth selbst an epileptischen Anfällen.
Elisabeth wurde im Alter von fünfzehn Jahren mit Ferenc Freiherr Nádasdy verlobt, dem Sohn einer anderen ungarischen Adelsfamilie und Kommandanten im Königlichen Ungarn, der gegen die Osmanen kämpfte. Am 9. Mai 1575 heiratete sie Nádasdy, mit dem sie fünf Kinder hatte (Anna, Katalin, Orsolya, András und Péter). Nádasdy, welcher durch seine kriegerischen Verdienste den Titel „Schwarzer Ritter“ erhielt, war ein grausamer Krieger, und bei den Feldzügen gegen die Türken bereitete es ihm Vergnügen, türkische Gefangene zu foltern. Trotzdem verwirklichte Elisabeth ihre gewalttätigen sexuellen Phantasien erst nach dem Tod ihres Mannes 1604 vollkommen ungehemmt. Aus heutiger Sicht der Medizin war sie Sadistin. Seit mindestens 1585 bis 1610 ließ Báthory zahlreiche Mädchen und junge Frauen auf ihr Schloss in Čachtice in den Kleinen Karpaten bringen, um sie dort zu Tode zu foltern.
Verbrechen
Wegen ihrer hohen Stellung im Adel war es ihr jahrelang möglich, ihre Taten zu vertuschen. Nachdem ihr Ehemann am 4. Januar 1604 auf dem Schlachtfeld gestorben war, ließ die Gräfin alle Hemmungen fallen und lebte ihre sadistischen Folterpraktiken zügellos aus. Die Zahl der Opfer und der Grad der Grausamkeit nahm immer extremere Ausmaße an. Ihr Sadismus richtete sich dabei ausschließlich gegen Mädchen oder junge Frauen in ihrer näheren Umgebung. So liebte sie es, ihre Dienerinnen zu beißen und ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen. Einer ihrer Spitznamen war „Tigerin von Čachtice“, nach dem Schloss benannt, in dem sie sich überwiegend aufhielt. Außerdem praktizierte sie mit Wonne verschiedene grausame Foltermethoden. Mitunter steckte die grausame Elisabeth ihren Dienerinnen Nadeln in den Körper und unter die Fußnägel oder legte ihnen rotglühende Münzen oder Schlüssel in die Hand. Auch ließ sie im Winter Mädchen in den Schnee werfen und mit kaltem Wasser übergießen, so dass sie erfroren. Anfangs vergriff sie sich vor allem an Bauernmädchen aus der näheren Umgebung, die sie unter dem Vorwand, sie als Hausmädchen zu beschäftigen, auf ihr Schloss lud. Später wurden auch Töchter aus adligem Hause zu ihren Opfern, die Báthory zum Zwecke höfischer Erziehung anvertraut worden waren.
Nachdem der Priester von Čachtice und andere mehrfach von nächtlichen Schreien aus dem Schloss berichtet hatten, wurde dieses am frühen Morgen des 29. Dezember 1610 von Polizeikräften unter Führung von Georg Thurzo (slow.: Juraj Thurzo, ung.: Thurzó György), dem Palatin des Königlichen Ungarns, gestürmt, denen sich ein grauenhafter Anblick bot. Mit den zahllosen Leichen ging Elisabeth recht sorglos um. Häufig verstaute sie sie einfach unter den Betten im Schloss, und wenn sie zu sehr zu stinken anfingen, warfen sie ihre Diener auf die umliegenden Felder. In der ganzen Burg wurden Leichen, Leichenteile und sogar noch lebende Opfer der Gräfin gefunden. Da die Leichname durch die zuvor erlittenen Torturen vollkommen ausgeblutet waren, nährte dies bei den Bauern den Vampirglauben. Zum Verhängnis wurden der Báthory ihre Untaten erst, als ihr die einfachen Dienerinnen als Opfer nicht mehr reichten und sie adlige Jungfrauen zu ihren nächtlichen, sadistischen Spielen zu locken begann. Trotz der ungeheuren und kaum kaschierbaren Verbrechen, die die „Blutgräfin“ beging, blieb sie lange Zeit ungeschoren. Schließlich war sie die Herrin, eine ungarische Aristokratin, ihre Dienerinnen und Opfer hingegen Slowakinnen oder von ihren Häschern aus den umliegenden Dörfern geraubte Mädchen. Als 1611 endlich ein Prozess stattfand, wurde die Gräfin jedoch nicht zum Tod verurteilt. Während man ihre Komplizen, nach verschiedenen Folterungen, bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen verbrannte, wurde die Báthory glimpflicher behandelt.
Urteil
Im anschließenden juristischen Verfahren konnten Elisabeth Báthory vor allem aufgrund von über 300 Zeugenaussagen mindestens 80 Morde nachgewiesen werden. Der Kastellan von Schloss Nádasdy, der Burg von Sárvár, sagte sogar aus, während der dortigen Aufenthalte Báthorys seien allein 174 Mädchen tot aus der Wasserburg getragen worden. Eine andere Zeugin erwähnte ein von Báthory geschriebenes Buch, das mehr als 650 Frauennamen enthalten haben soll. Dieses legte die nicht mit letzter Sicherheit zu beweisende Vermutung nahe, dass dies die tatsächliche Anzahl der von ihr ermordeten Frauen war.
Ein formelles Urteil gegen die Gräfin konnte ihre Familie jedoch verhindern – es blieb bei ihrer Einkerkerung in einem Turmzimmer der Burg Čachtice, dessen Fenster zugemauert wurde, so dass sie niemals mehr das Tageslicht erblickte. Dafür wurden 1611 zwei Dienerinnen, die Elisabeth Báthory bei ihren Untaten eifrig unterstützt hatten, zum Feuertod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und ein Diener enthauptet. Elisabeth Báthory wurde am 21. August 1614 um 2 Uhr nachts von einem Diener in ihrem Turmzimmer tot aufgefunden. Am 25. November wurde sie in der Kirche zu Csejte beigesetzt.
Mitverurteilte

Mehrere langjährige Dienstboten der Gräfin waren auf der einen oder anderen Weise in die Taten verstrickt, da sie z. B. die Opfer auf das Schloss brachten, bei den Folterungen und Morden mithalfen oder anschließend die Leichen beseitigten. Die vier Hauptschuldigen, die mit ihrer Dienstherrin verurteilt wurden, waren:
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Helena Jo (auch Helene), Witwe des Stephan Nagy, arbeitete zehn Jahre lang als Kindermädchen für die drei Töchter der Gräfin Báthory
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Dorothea Széntes (genannt Dorkó), Witwe des Benedict Scöcs, arbeitete fünf Jahre als Kammerzofe für die Gräfin
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Katharina Beneczky (genannt Kata), Witwe des Johann Boda, war zehn Jahre lang als Wäscherin auf der Burg Csejte tätig
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Johannes Ujvári (genannt Ficzkó, zu dt. Bursche), war sechzehn Jahre lang Diener der Gräfin
Katharina war nicht annähernd maßgebend an den Verbrechen beteiligt und hatte nie selbst jemanden getötet. Sie wurde von der Gräfin jedoch regelmäßig zur Beseitigung der Leichname aufgefordert. Zeugenaussagen zufolge hatte sie auch aus Mitleid viele der eingesperrten Opfer mit Nahrung versorgt. Sie war eine Mitwisserin, die die Vorgänge stillschweigend duldete und daher nur mit einer Gefängnisstrafe belegt wurde. Helena und Dorothea jedoch wurden per Gerichtsbeschluss vom 7. Januar 1611 auf dem Scheiterhaufen verbrannt, nachdem man ihnen mit Werkzeugzangen die Finger einzeln gebrochen hatte. Der Diener Ficzkó wurde geköpft und sein Leichnam anschließend mit dem der beiden Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Blutgräfin-Legende
Erst im Zuge des späteren Vampirglaubens entstand die Legende, Báthory habe im Blut der ermordeten Mädchen gebadet oder es getrunken, um sich selbst jung zu halten (so zuerst schriftlich bei László Turóczi in seinem Geschichtsbuch „Ungaria suis cum regibus compendio data“, 1729). Aus den zeitgenössischen Prozessaussagen, deren Protokolle erhalten sind, geht jedoch nur hervor, dass die Mädchen auf bestialische Weise geschlagen, gequält und verstümmelt wurden, nicht jedoch, dass ihr Blut als Verjüngungsmittel benutzt wurde.
Bereits zu Lebzeiten waren Gerüchte über das perverse Treiben der Gräfin im Umlauf gewesen, welche sich um so mehr mit der Fantasie des Volkes vermischten, als die Nennung des Namens Elisabeth Báthory nach dem Publikwerden ihrer Verbrechen in Ungarn lange Zeit einem Tabubruch gleichkam. Die blutleeren Leichen, welche von den Bauern auf ihren Feldern gefunden worden waren, hatten das Ihre dazu beigetragen, dass die grausame Gräfin zur „Blutgräfin“ wurde. Allerdings erfuhr ihre Grausamkeit eine ganz eigene Interpretation. Wohl mit auf der erwiesenen Eitelkeit der Gräfin beruhend, entstand die Vermutung, sie habe in dem Blut der von ihr getöteten Mädchen gebadet, um sich dadurch selbst ewige Jugend und Schönheit zu verschaffen.
Da die Opfer der Báthory, die möglicherweise in die Hunderte gingen, ausschließlich ihrem eigenen Geschlecht angehörten, liegt es nahe zu vermuten, dass die „Blutgräfin“ homosexuell veranlagt war. Dafür spricht auch, dass sie sich als junges Mädchen oft nur männlichen Beschäftigungen wie der Jagd und dem Reiten zugewandt hatte und sogar mit Vorliebe männliche Kleidung getragen haben soll. In den Beziehungen zu ihren Dienerinnen nahm sie die Position einer sehr grausamen Domina ein. Auch wenn sie nicht in Mädchenblut badete, wie die spätere Báthory-Mythe berichtet, muss Blut auf sie doch eine ausgesprochen berauschende Wirkung gehabt haben. 1812 hat der Freiherr von Mednyansky in der Zeitschrift „Herperus“ die Blutbäder der Báthory in das Reich der Legende verwiesen. Andere Historiker folgten ihm. An dem Blutmythos der Báthory vermochte das aber nur wenig zu ändern.
Vampire: Realität und Mythos
Herkunft
Die Vorlagen für die heute am meisten verbreitete Vorstellung von Vampiren (in Westeuropa) stammen ursprünglich aus dem südosteuropäischen Volksglauben. Der Vampirglaube hat sich aus dem Karpatenraum nach Rumänien (Transsilvanien), Bulgarien, Serbien und Griechenland verbreitet. Dabei ist der wissenschaftlich belegte Vampirglauben in erster Linie als sozialanthropologisches Phänomen zu verstehen, bei dem für die Schädigung von Einzelnen oder der Dorfgemeinschaft durch Krankheiten, Missernten oder Ähnliches ein Verantwortlicher gesucht wird. Das „Blutsaugen" der Vampire gehört als Tätigkeit nicht zu den im Volksglauben in erster Linie überlieferten Elementen, wichtiger ist das Verlassen des eigenen Grabes, das von den betroffenen Dorfgemeinschaften aufgespürt werden musste. Fand sich in einem verdächtigen Grab (Peter Kreuter nennt ein schiefes Kreuz oder ein Mauseloch als Hinweise) ein nicht verwester Leichnam, so wurde dieser auf verschiedene Weise nochmals getötet und dann verbrannt, was auch in den meisten Filmen etc. heute noch das Ende eines Vampirs ist. Die im christlich-orthodoxen Glauben in Südosteuropa relativ große Distanz von Priestern bei dem Sterbevorgang und das Fehlen eines Sterbesakraments können dabei als Begünstigung einer Verwischung der Grenze zwischen Lebenden und Toten gesehen werden. Die Vorstellung von Vampiren ist jedoch nicht nur im Balkan verbreitet. Fast weltweit gibt es Mythen über Vampire beziehungsweise Wesen, die wichtige Eigenschaften mit diesen teilen, zum Beispiel:
Asanbosam (Ghana, Togo, Côte d'Ivoire)
Aswang (Philippinen)
Baobhan-Sith (Schottland)
die Lamien (Griechenland, schon seit der Antike)
Wrukolakas (ebenfalls Griechenland)
Chiang-Shih (China)
Dhampir (oder auch Vampir) (Albanien)
Vampir (Vampir), Vukodlak (Werwolf) Serbien, Kroatien, Dalmatien)
Die meisten durch die Medien international verbreiteten Vampirtypen und ihre Namen wurden von dem britischen Okkultisten Montague Summers (1880-1948) ermittelt. Der Okkultist war von der Existenz von Vampiren und Werwölfen überzeugt und deklarierte zum Beweis für seine These jedes nur denkbare Spukwesen als Vampir, wenn ihm die Volksüberlieferung des betreffenden Landes auch nur irgendwie Blutsaugen oder Ähnliches nachsagte, selbst wenn dieses Wesen der von Summers selbst entwickelten Definition eines Untoten völlig widersprach. Es ist in Kreisen der Internet-Vampirologen üblich, Summers ungeprüft zu zitieren, meistens sogar aus zweiter oder dritter Hand, und so werden inzwischen bekannte Irrtümer fleißig weitergegeben. Allerdings sind die Bücher von Montague Summers keine leichte Lektüre, sondern setzen einiges an Sprachkenntnissen (vor allem Latein) voraus.
Ebenso geht der vom Vampirmythos abgeleitete Vampirismus auch auf den Aberglauben zurück, dass das Trinken von Blut, als Essenz des Lebens, ebenfalls lebenspendend sei. Sehr bekannt ist in diesem Zusammenhang die als „Blutgräfin“ berüchtigte Erzsébet Báthory (Elisabeth Bathory) die aus einer ungarischen Adelsfamilie stammt. Sie soll nach dem Tod ihres Ehemannes im Blut von über sechshundert durch Versprechen auf ihr Schloss gelockten jungfräulichen Dienstmädchen gebadet haben, um sich jung zu halten. Diese Unterstellung wurde jedoch nie belegt oder bewiesen. Ebensowenig hat das Treiben der Gräfin Báthory etwas zur Entstehung des Vampirmythos in Osteuropa beigetragen.
„Belegte“ Vampire
Der erste bekannte Vampir stammte aus Kroatien, aus dem kleinen Dorf Kringa (Istrien) und soll dort im Jahre 1652 gestorben sein. Er war ein Bauer und trug den Namen Jure Grando. Im Jahre 1672 soll er aus seinem Grab gestiegen sein und des Öfteren das Dorf terrorisiert haben. In dem Buch von Johann Weichard Valvasor wird dieser Vampir das erste Mal in der europäischen Literatur erwähnt. Johann Joseph von Gorres übernimmt diese Geschichte in seinem Buch „La Mystique divine, naturelle et diabolique“, das 1855 in Paris gedruckt wurde.
Der bekannteste Vampir, der angeblich in der rumänischen Volksmythologie existiert, ist wohl Dracula (Vlad III. Drăculea), der an Vlad Ţepeş (deutsch: „der Pfähler“) angelehnt ist. Er scheint das Produkt einer Fehlübersetzung zu sein, das von einer schottisch-amerikanischen Autorin im 19. Jahrhundert in die Welt gesetzt und im 20. Jahrhundert von einschlägigen Sachbuchautoren mit allerlei phantastischen Eigenschaften versehen wurde, bis es aus den Vampirlexika nicht mehr wegzudenken war.
Bis heute scheint es bei verschiedenen Völkergruppen (Asien, Afrika, Südamerika; aber auch Osteuropa) den Glauben an Vampire oder vampirähnliche Gestalten zu geben, für den es keinerlei wissenschaftliche Beweise gibt. Besonders das Internet hat sich als beliebtes Verbreitungsmedium herauskristallisiert.
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